Jugendkonferenz mit wichtigen Impulsen im Interesse der Jugendlichen

 

Hagen – Die bundesweite „Woche der Ausbildung“ startete in der Region an diesem Montag mit der Jugendkonferenz. Unter dem Motto „Zukunft möglich machen – allen Jugendlichen eine Chance!“ kamen die regional politisch Verantwortlichen, die Akteure am Ausbildungsmarkt und die kommunalen Partner in der Arbeitsagentur Hagen zusammen, um das Projekt „Jugendberufsagentur Hamburg“ vorgestellt zu bekommen. Dieses Modell bündelt die regionalen Angebote von Jugendämtern, Jobcentern und Arbeitsagenturen mit dem Ziel der Betreuung von Jugendlichen aus einer Hand.

BA
Zum Foto: Bei der Podiumsdiskussion auf der Jugendkonferenz (v.l.n.r.): Thomas Helm, Chef der Arbeitsagentur Hagen (Gastgeber), Eric O. Schulz, Geschäftsführer der agentur mark, Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN, Eva-Maria Kaus-Köster, Leiterin des Jobcenters Hagen, Reinhard Goldbach, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales bei der Stadt Hagen, Andreas Kahl-Andresen, Referatsleiter bei der Landesregierung der Stadt Hamburg. Rechts Moderatorin Katja Heck.

Nach einleitenden Statements von Landrat Dr. Arnim Brux und Willi Strüwer, Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses der Stadt Hagen, stellte Andreas Kahl-Andresen, Referatsleiter bei der Landesregierung der Freien und Hansestadt Hamburg, ausführlich die dort bereits etablierte Jugendberufsagentur als die eine Anlaufstelle für alle Fragen der jungen Leute vor.

Grundsätzlich habe das Zusammenspiel zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem große Auswirkungen auf die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit. Mit dem dualen System funktioniere dies in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schon recht gut. Von den Vorzügen profitieren aber nur diejenigen Jugendlichen, die auch „reinkommen“. Wer das nicht schaffe, laufe Gefahr, abgehängt zu werden. In der Konsequenz bedeute dies, dass für alle ein Übergang ermöglicht werden müsse. Hierzu müssten viele Partner und Institutionen über die unterschiedlichen Zielgruppen optimal informiert sein. Es dürfe nicht sein, dass Jugend-liche vor der Frage stehen, welche von den beteiligten Institutionen ihnen eigentlich am besten helfen könne und welche Art von Unterstützung woher komme. Deshalb habe man sich in Hamburg darauf verständigt, einen Anlaufpunkt und eine gemeinsame Maßnahmeplanung zu entwickeln. Dies sei in einem Stadtstaat natürlich einfacher als in einer Region, die aus einem Kreis mit neun Einzelkommunen und einer kreisfreien Stadt gebildet wird.

In der anschließenden Podiumsdiskussion zeigte sich, dass sich die vielversprechenden Ansätze des neuen Übergangssystems „Kein Abschluss ohne Anschluss“ aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis unterscheiden. Während es im Kreis ein differenziertes Angebot für Jugendliche gibt, haben in Hagen Arbeitsagentur, Jobcenter und Stadt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, in der ein Träger eine Lotsenfunktion übernimmt. Der Weg über Transparenz bis hin zur Harmonisierung der Abläufe und einer gemeinsamen Maßnahmenplanung ist aber noch ein weiter. Die Partner setzen hier auf die agentur mark, die als kommunale Koordinierungsstelle die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für den Ennepe-Ruhr-Kreis und die Stadt Hagen organisiert.

Die Beteiligten waren sich einig, dass das Hamburger Beispiel einer Jugendberufsagentur viele gute Ansätze und Ideen beinhaltet, für die jedoch eine regionale Eigenkonzeption notwendig ist. Der Gastgeber der Jugendkonferenz, Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, fasst zusammen: „Ein Anfang ist gemacht, die wichtigen Informationen sind bei den Beteiligten angekommen und das Problembewusstsein ist geschärft. Unser neues Übergangs-system bietet eine gute Grundlage, die Arbeit weiter im Sinne der Jugendlichen aufeinander abzustimmen und Schritt für Schritt in Richtung „Jugendberufsagentur“ zu gehen, bis wir für die Jugendlichen ein gebündeltes und optimales Angebot erreicht haben. Künftig darf uns im Interesse von Sozialpolitik und Wirtschaft kein Jugendlicher mehr verlorengehen.“

 

 

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