Abwasserwärme, das Öl der Kommunen

Verbraucher & Umwelt

Hagen – Lässt sich mit der Wärme aus dem Abwasserkanal vor der Haustür die eigene Heizungsanlage betreiben? Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) sagt ja und unterstützt dieses fortschrittliche und klimaschonende Verfahren mit einer extra erstellten Studie zum Abwasserwärmepotenzial im Hagener Kanalnetz.

Jeder hat im Winter schon einmal dampfende Kanaldeckel gesehen. Der Grund: Warmes Abwasser vom Waschen, Spülen, Duschen kühlt auf dem Weg zur Kläranlage nicht vollständig aus. Es wäre unsinnig, die einmal aufgebrachte Energie im wahrsten Sinne des Wortes ungenutzt den Bach herunterfließen zu lassen“, erläutert Uwe Sommer vom WBH.

Die Siedlungswasserwirtschaft habe sich daher dieser Thematik angenommen. Die ersten Anlagen zur Abwasserwärmenutzung wurden Anfang der 1980er Jahre in Betrieb genommen. Mittlerweile gibt es verschiedene Verfahren, um Abwasserwärme in Heizwärme umzuwandeln. Doch obwohl in fast jeder Straße ein Kanal liegt, ist die Abwasserwärmenutzung nicht überall und für jedes Projekt einsetzbar.

Bei einem Kanalnetz von 670 km Länge ergeben sich aber auch mit den beschriebenen Einschränkungen diverse Kanalabschnitte, entlang derer diese Technik einsetzbar ist. Die Ergebnisse der Studie sind unter http://www.wbh-hagen.de/index.php/entwaesserungsplanung/abwasserwaermenutzung. Dort ist auch ein Kontaktformular zu finden.

Auf Grundlage der abrufbaren Karten kann jeder Grundstückseigentümer prüfen, ob für eine Abwasserwärmenutzung grundsätzlich ein Kanal mit ausreichender Abwasserwärme in der Nähe seines Grundstücks liegt“, so Uwe Sommer.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s