Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Hagen und Ennepe-Ruhr-Kreis um 6,3 Prozent gesunken

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HagenHagen – Im Jahr 2013 haben deutlich weniger Jugendliche eine Ausbildung begonnen als in den Jahren zuvor. In Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis wurden insgesamt 3360 Ausbildungsverträge abgeschlossen, 225 oder 6,3 Prozent weniger als 2012. Damit liegt die Zahl der Vertragsabschlüsse im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs auf dem niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Dies gilt auch für NRW insgesamt, doch lag der Rückgang landesweit nur bei 3,2 Prozent.

Für Thomas Helm, Leiter der Agentur für Arbeit Hagen, ist die Entwicklung enttäuschend: „Insgesamt ist es der Region trotz der Werbung und Initiativen aller Ausbildungsmarktpartner noch nicht gelungen, das deutlich größere und über höhere Schulabschlüsse verfügende Bewerberpotential für den Fachkräftebedarf verstärkt zu nutzen. Sogar im Krisenjahr 2009 wurden insgesamt mehr junge Leute ausgebildet als 2013.“

In Industrie und Handel (minus 189 Verträge oder 8,0 Prozent auf jetzt 2169) sank die Zahl der Berufsstarts 2013 am deutlichsten, gefolgt vom Handwerk (minus 32 oder 3,8 Prozent auf 816). Die übrigen Bereiche, wie Berufe in der Zuständigkeit der Landwirtschaftskammer und der „Sonstigen“, fielen mit elf Verträgen weniger (auf 72) nicht so ins Gewicht. Nur der öffentliche Dienst hatte gegen den Trend
einen kleinen Anstieg um drei auf 51 Verträge.

„Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren ist das Schwerpunktthema 2014“, so Helm weiter, „die gemeinsamen Anstrengungen werden dahin gehen, dass kein junger Mensch ohne Ausbildung oder andere berufliche Perspektive bleibt. Im Moment bestehen begründete Aussichten, dass auch eine bessere Konjunkturentwicklung diese Bemühungen stützen könnte. Zu hoffen ist dabei, dass

sich die optimistischeren wirtschaftlichen Erwartungen der Betriebe auch in einem Anstieg der Ausbildungsverhältnisse zeigen. Insbesondere Klein- und mittelgroße Unternehmen möchten wir hinsichtlich besonderer Zielgruppen sensibilisieren und unterstützen. Es gibt noch Potential, zumal bislang nur rund ein Viertel aller Betriebe tatsächlich ausbildet.“

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