Grüne sehen durch Kaufmann-Wahl den Hagener Parteienproporz aufgebrochen

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HagenRiechel: Kritik der SPD spiegelt die eigene Rückwärtsgewandtheit

Die Hagener GRÜNEN sind hochzufrieden mit dem Ausgang der Beigeordnetenwahl am vergangenen Donnerstag. „Erstmals in Hagen ließ sich die Mehrheit des Rates von der Qualifikation einer Bewerberin leiten, “  stellt Fraktionssprecher Joachim Riechel fest. „Angesichts der deutlich souveräneren Vorstellung, mit der Frau Kaufmann ihren Mitbewerber auf den zweiten Platz verwiesen hat, muss man sich schon fragen, ob der jetzt so kritische Herr Krippner dieselbe Veranstaltung besucht hat wie die zwei Drittel des Rates, die seinen Favoriten nicht mitwählen wollten.

Völlig abwegig ist aber der nachgeschobene Vorwurf der SPD, man habe sich von der ‚guten Tradition‘ verabschiedet, ‚den besten Kandidaten auch über die Parteigrenzen hinaus zu wählen‘. Dieses Ammenmärchen hat mit der Hagener Realität der Vergangenheit rein gar nichts zu tun. Hier herrschte immer eine Absprache zwischen den beiden großen Fraktionen SPD und CDU, die die Vorschlagsrechte untereinander aufgeteilt hatten nach der Devise ‚Wählst Du meinen, wähl‘ ich Deinen.‘ Als Hauptkriterium galt dabei immer das richtige Parteibuch, und wenn auf diesem Wege trotzdem mal ein erwiesener Experte in das zu besetzende Amt einrückte, war das eher ein zufälliger Nebeneffekt.

Umso erfreulicher, dass offenbar auch viele Ratsmitglieder aus beiden großen Fraktionen nun erkannt haben, dass Personalpolitik nach parteipolitischer Gesäßgeographie nicht mehr zukunftsfähig ist. Frau Kaufmann war derart eindeutig die qualifiziertere Kandidatin, dass die Verantwortung für das Wohl der Stadt eine andere Entscheidung unmöglich erscheinen ließ. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr und hoffen mit Blick auf die großen Fraktionen, dass auch nach der Kommunalwahl der alte Proporz nicht wieder erneuert wird. Zukünftige Führungsentscheidungen dürfen sich nicht an der Rücksicht auf den verletzten Stolz einer kränkelnden Volkspartei orientieren, sondern daran, was das Beste für Hagen ist!“

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