Öffentliche Führung im Osthaus Museum: Transfer Korea

Hagen – Das Osthaus Museum Hagen zeigt bis zum 12. Januar 2014 unter dem Titel „Korea Transfer“  Kunstwerke von deutschen und koreanischen Künstlern. 
Skulpturen aus Keramikbruch wie wuchernde Körperorgane, Fotocollagen als paradiesische Wunschzimmer, material- und gedankenübergreifende Stillleben und Masken, und außergewöhnliche Geschichtsbilder: Eine äußerst vielfältige Kunstszene hat sich im fernen Südkorea bereits seit längerer Zeit in Bewegung gesetzt – im Osthaus Museum Hagen sind einige Werke davon zu sehen!
Die Ausstellung „Transfer: Korea-NRW“ öffnet ein neues Kapitel in der Auseinandersetzung mit ästhetischen Positionen von heute. Vier koreanische Künstler treten mit vier deutschen in einen transkulturellen Dialog: Seoung Won Won, YeeSookyung, Na Hyun und Kira Kim für die koreanische Seite und Luka Fineisen, Erika Hock, Seb Koberstädt und Juergen Staack für die deutsche. Sie präsentieren eigens für diese Ausstellung geschaffene Beiträge: Installationen, architekturbeeinflusste Raum-Modelle, abstrakte Skulpturen und Raum-Skulpturen stehen den Kunstwerken aus Korea gegenüber.
Der Dialog der Kulturen der Welt ist für das Osthaus Museum Hagen programmatisch und gehört zur Tradition des Hauses. Denn die Vermittlung von zeitgenössischer Kunst im Kontext der internationalen Strömungen wird hier im Sinne seines Gründers Karl Ernst Osthaus fortgeführt. Als das Museum 1902 als Folkwang Museum Hagen, dessen Nachfolgeinstitut das heutige Osthaus Museum ist, eröffnete, galt es als das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst.
In genau diese Tradition passt das vom NRW Kultursekretariat Wuppertal ausgerichtete Projekt „TRANSFER: KOREA –NRW“ ohne Frage. Denn eine der Kernaufgaben des Osthaus Museums ist es heute, ein internationales Netzwerk zu erweitern und zu pflegen und so mit interkultureller Kompetenz Projekte zu initiieren.
Es ist seit 1990 der neunte Transfer, bei dem über den Zeitraum von 2011 bis 2013 ein Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus Südkorea und aus NRW mit Arbeitsaufenthalten in den jeweiligen Gastländern stattfand. Es ist aber der erste Transfer mit einem außereuropäischen Land und zeigt daher besonders spannende kulturelle Kontraste und Korrespondenzen auf.
Der Einblick in die zeitgenössische Kunst Koreas bietet die Möglichkeit, sich mit einer teils fremden, teils aber auch vertrauten Ästhetik zu beschäftigen. Korea ist uns in dieser globalisierten Welt nicht so fremd, wie man beim ersten Gedanken an das Land meinen würde. Technische Produkte wie Handys und Autos haben bereits viele Jahre einen festen Platz in unserem gesellschaftlichen Leben. Und auch in der Kunst gibt es schon lange einen informellen Bezug zu Süd-Korea: Durch Nam June Paik, den wohl bekanntesten Vertreter der Video-Kunst, der von 1979 an als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf in NRW sehr präsent war.
Die öffentliche Führung in dieser Ausstellung startet am kommenden Sonntag, den 08. Dezember  um 11:15 Uhr im Osthaus Museum am Museumsplatz 1 (Navi – Adresse: Hochstraße 73) in Hagen.  Zusätzlich zum regulären Eintrittspreis wird ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, es kann aber nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s