3.Sinphonie-Konzert: „Genial“

Hagen – Unbestritten waren Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart musikalische Genies, vor deren Werk wir bis heute mit großer Bewunderung stehen. Doch Genialität bedeutet nicht immer gleich auch Berühmtheit, wie das Beispiel des Komponisten Joseph Martin Kraus zeigt: Obwohl Joseph Haydn auch ihn als „größtes Genie“ bezeichnete, ist seine Bekanntheit nicht annähernd mit derjenigen Mozarts oder Bachs zu vergleichen. Seine dunkle c-Moll-Sinfonie gilt es hier mit dem philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung des englischen Dirigenten Nicholas Kok zu entdecken. Herausragend ist im 3. Sinfoniekonzert auch der Solist Albrecht Mayer: Dreimal wurde er bereits mit einem Echo Klassik ausgezeichnet und gehört zu den gefragtesten Solisten seines Instruments. In Hagen wird er die Oboenkonzerte in d-Moll von Alessandro Marcello und Johann Sebastian Bach spielen, die beide auf Umwegen in den Konzertsaal gelangten: Marcellos Konzert wurde lange Zeit für eine Komposition von Antonio Vivaldi gehalten. Auch das zauberhafte Oboenkonzert in d-Moll von Bach beschäftigte die Musikforschung, die das Werk anhand eines Fragments rekonstruieren konnte. Im Anschluss an die ergreifenden Oboenkonzerte verleiht Mozarts berühmte Linzer Sinfonie diesem Konzertabend voller Genialitäten ein strahlendes Finale.

 

 

 

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