Vordere Heide als möglichen Gewerbestandort

EN-KreisWetter(Ruhr) – „Ich sehe nach wie vor keine Notwendigkeit darin, die Vordere Heide als Gewerbegebiet auszuweisen.“ Mit diesen Worten reagierte Bürgermeister Frank Hasenberg auf die Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zu interkommunalen Gewerbegebieten im Ennepe-Ruhr-Kreis. Stadtplaner des Berliner Unternehmens Baasner hatten diese Studie am Mittwoch im Ausschuss für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Verkehr des EN-Kreises vorgestellt. Die „Vordere Heide“ in Volmarstein ist eine von zehn potentiellen Gewerbestandorten, die von den Machern der Studie untersucht wurde. „Ich habe diese Position mehrfach öffentlich im Rat kund getan und mich auch bei der turnusmäßigen Runde der Bürgermeister dafür eingesetzt, dass die vordere Heide nicht als möglicher neuer Gewerbestandort in Frage kommt“, so Hasenberg weiter. „Ich denke, dass wir mit der Entscheidung für das Gewerbegebiet am Stork bereits eine gute wirtschaftliche Daseinsvorsorge für unsere Stadt geschaffen haben. Darüberhinaus sehe er keine Notwendigkeit für eine Erweiterung: „Es ist weder in meinem persönlichen, noch im Interesse der Verwaltung, dass es zu irgendwelchen Veränderungen über den Stork hinaus kommt.“ Zudem sei fraglich, ob die geprüften Flächen überhaupt verfügbar seien, denn das war gar nicht Gegenstand der Machbarkeitsstudie. Manfred Sell, Baufachbereichsleiter bei der Stadt Wetter (Ruhr): „Nach unserem aktuellen Kenntnisstand stehen die entsprechenden Grundstücksflächen an der Vorderen Heide auf absehbare Zeit gar nicht zur Verfügung.“ Die Entscheidung trifft die Politik vor Ort, die Machbarkeitsstudie wird zunächst im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss vorgestellt und diskutiert. „Wir werden ausgiebig über diese Studie sprechen und ich kann mir vorstellen, dass sich die Fraktionen mehrheitlich gegen die Vordere Heide als Gewerbestandort aussprechen“, so Bürgermeister Hasenberg.

Hintergrund: Keine der in der Machbarkeitsstudie untersuchten Flächen kann unmittelbar genutzt oder verplant werden: Um die Gebiete letztendlich für Gewerbe zugänglich zu machen, müssen sie für diesen Zweck für den nächsten Regionalplan angemeldet werden. „Dieser wird vom Regionalverband Ruhr erarbeitet und tritt sicher nicht vor 2017 in Kraft. Bevor der erste Spatenstich für eine  nternehmensansiedlung gemacht werden kann, gehen also noch Jahre ins Land“, so Uwe Tietz, Leiter des Sachgebietes Kreisentwicklung und Beteiligungen bei der Kreisverwaltung in Schwelm.

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