DGB Hagen: „Strategie verändern“

DGBHagen – (DGB Hagen) Die Arbeitsmarktentwicklung in Hagen kann selbst von der örtlichen Agentur für Arbeit nicht mehr überzeugendpositiv dargestellt werden. Weniger offene Stellen und mehr gemeldete Arbeitslose im Vorjahresvergleich machen deutlich, dass die oft beschworene Konjunktur, sofern sie überhaupt stattfindet, an Hagen auf jeden Fall vorbei gezogen ist. Doch nicht nur der leise Arbeitsplatzabbau in den Metallbetrieben treiben den Hagener Gewerkschaftern die Sorgenfalten ins Gesicht. Auch der sich über Jahre verstetigende Anteil der Langzeitarbeitslosen von fast 80% macht deutlich, dass die praktizierte Arbeitsmarktpolitik nicht den erhofften Erfolg bringt. „Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sind zwar für den Einzelnen richtig und wichtig und führen häufig auch zu einer erfolgreichen Vermittlung in Arbeit. Jedoch verwässert dieser individuelle Erfolg die Erkenntnis, dass die Wirtschaft und die Unternehmen nicht genugStellen anbieten.“, stellt der Hagener DGB Vorsitzende Jochen Marquardt fest und fordert alle Beteiligten auf, sich nicht nur in den vorhandenen Strukturen und Möglichkeiten zu bewegen, sondern auch andere Strategien zu diskutieren. Staatliche Konjunkturprogramme, öffentliche notwendige Investitionen in Bildung und Stadtentwicklung sowie die bessere Verteilung von Arbeit könnten in dieser Diskussion sinnvolle Ansätze bieten. Marquardt: „Statt mehr und verdichtete Arbeit für Wenige, brauchen wir gute Arbeit und gute Einkommen für Alle – das schafft Arbeitsplätze und das bringt Kaufkraft!“

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