Der Hagener an sich… (Kommentar)

Der Kommentar
Der Kommentar

(Hans Leicher) Hagen – Es wird harte, diskussionsreiche und (gerade für die Bürger der Stadt) spannende sowie interessante Wochen geben in Hagen. Gerade im Hinblick auf die anstehende Kommunalwahl im Mai 2014 könnte so mancher bereits bis Ende November wichtige Beobachtungen machen können, welche Fraktion und vielleicht auch welche/r bis dahin einigermaßen feststehende Bürgermeister(innen)Kandidaten(innen) entsprechende Verantwortung für die gebeutelte Stadt übernimmt. Dabei sollte man insbesondere auf Machbarkeit und Umsetzung der Vorschläge achten. Vielleicht zeigt sich ja in dieser besonderen Zeit auch wahre, in Hagen bisher noch nicht bekannte, Kreativität im Rat auf. Fakt ist: Unerfüllbare Wahlversprechen sollten diejenigen vermeiden, die in Hagen im Mai das Ruder übernehmen wollen. Der Hagener an sich fühlt sich aufgrund jahrelanger Erfahrung nicht nur gebeutelt. Er hat Erfahrung gesammelt in Sachen Beschwichtigung, Herunterspielen und Hinhaltetaktik. Er (vielleicht nicht jeder, aber eine ganz bestimmte Mehrheit) erkennt mittlerweile die rhetorischen und politischen Tricks, die Hagen immer weiter in ein weiteres kommunalpolitisches Jahr retten und die in den darauf folgenden Wochen der Abrechnung doch wieder neue notwendige „Spar“Maßnahmen. Der Hagener an sich ist misstrauisch geworden. Er redet nicht laut über das was da im Rat verfügt wird, wenn es seinem logischen Menschenverstand und seinem Willen nicht entspricht. Er redet im Freundes-, Bekannten- und Arbeitskreis über die Dinge die ihm seinen Kragen anschwellen lassen. Aber diese „stille“ Taktik kann auch so mancher Fraktion auch zum Verhängnis werden, wenn der Tag zur Abrechnung ansteht. Der Hagener an sich hat nicht nur ein Kurzzeitgedächtnis. Er kann sich, zumindest entfernt, an Bürgermeister und Ratskonstellationen erinnern, die über die (noch) aktuelle kommunale Legislaturperiode hinaus die Stadt gelenkt haben und Weichen gestellt haben, die diese Stadt auf das Gleis gelenkt haben, auf dem sie gerade fährt. „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…“? Keineswegs! Diese Stadt hat mehr Zukunftspotential als es manche zugeben wollen. Das bestätigen immer wieder Gäste aus der nahen und weiteren Ferne. Politisch sollte und darf man sich nun nicht mehr der gegenseitigen Zeigefingertaktik hingeben. Weitere Zehnmillionen fehlen im Stadtsäckel, unterstellt man die konkreten und aktuellen Zahlen. Wie sie möglichst ohne tiefe Einschnitte in die Hagener Infrastruktur, die Kulturwelt und die gesamte Lebensqualität der Hagener Bürgerinnen und Bürger ausgeglichen werden können, das sollte eine Leistungsaufgabe des Hagener Rats in den nächten Wochen, bis ca. Mitte November werden. Denn Ende November will Arnsberg die Fakten lesen. Der Hagener an sich hat jetzt die Möglichkeit sich von der Leistung, Verantwortung, Kreativität, Fairness und Glaubwürdigkeit der einzelnen Fraktionen im Rat zu überzeugen und dementsprechend im Mai einen weiterhin gewohnten oder neuen Rat und den neuen Bürgermeister zu wählen. Der Hagener an sich sollte sich also nicht mit Worten, Schöntuereien und Versprechen blenden lassen, sondern sich intensiv (kommunal)politisch interessieren, denn der Hagener an sich lebt gerne in dieser Stadt und er sollte das auch weiterhin tun können.

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