(Hagen) Karakasoglu besucht FernUni

Solar4Hagen – Auf Einladung des Hagener Bundestagsabgeordneten René Röspel besuchte
Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu die FernUniversität Hagen. Karakasoglu,
Konrektorin der Uni Bremen und in Peer Steinbrücks Kompetenzteam für
Bildung und Wissenschaft zuständig, zeigte sich beeindruckt von der
größten deutschen Hochschule und ihrer einzigartigen
Studierendenstruktur: 80 Prozent der Studierenden sind berufstätig. Über
12 000 sind in einem berufsbegleitenden Masterstudiengang
eingeschrieben, und über 6000 streben als so genannte „Beruflich
Qualifizierte“ ohne Abitur einen Hochschulabschluss an. Für viele von
Ihnen ist das flexible, neben dem Beruf und in Teilzeit studierbare
Angebot der FernUniversität die einzige Möglichkeit einer akademischen
Aus- und Weiterbildung.
Der Rektor der FernUniversität, Prof. Dr. Helmut Hoyer, verdeutlichte in
dem Gespräch, dass das föderalistische Finanzierungssystem bei der
Fernuniversität seine Grenzen erreicht: Das gesamte Studienangebot steht
nicht nur in NRW, sondern überregional und bundesweit zur Verfügung.
Obwohl nach dem Gesetz eine Universität des Landes Nordrhein-Westfalen,
macht die Verteilung der Studierenden nicht an den Grenzen NRWs halt.
Zwei Drittel der Studierenden leben außerhalb von NRW und zahlen in
anderen (Bundes-)Ländern Steuern. Vom Bund oder anderen Bundesländern
gibt es aber kaum finanzielle Beteiligung.
In den letzten fünf Jahren hat sich die Studierendenzahl der
FernUniversität aufgrund der stark gewachsenen gesellschaftlichen
Nachfrage nach flexiblen berufsbegleitenden Studiengängen (BA und MA)
fast verdoppelt – die finanziellen Ressourcen der FernUniversität
allerdings sind unverändert geblieben.
Karakasoglu, die durch René Röspel in seiner Eigenschaft als
Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats der FernUni bereits für die
Situation sensibilisiert war, erklärte, sich als zukünftige
Bundesbildungsministerin für eine gesicherte Finanzierung der
FernUniversität und einen gezielten nachfrageorientierten Ausbau der
Hochschule sowie eine Veränderung des Grundgesetzes einzusetzen, die den

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