HA: Betrügerinnen in Altenhagen unterwegs

Hagen – Am Mittwochmittag meldete sich bei der Polizei ein Anwohner aus der Adolfstraße, weil bei ihm an der Haustür zwei junge, vermutlich osteuropäische Frauen geklingelt und um Spenden gebettelt hatten. Aufgrund der abgegebenen Beschreibung wurden die beiden Tatverdächtigen kurze Zeit später auf der Altenhagener Brücke angetroffen und kontrolliert. Neben einem Paar
neuwertiger Schuhe, in dem ein kleiner Bargeldbetrag versteckt war,
hatten sie zwei Mappen dabei, in denen sich jeweils ein Zettel
befand, worauf um eine  Spende für behinderte und taubstumme Kinder
gebeten wurde. Einige Namen und Spendensummen waren weiterhin darauf
notiert. Lediglich eine der Frauen, 16 Jahre alt, konnte sich
ausweisen. Sie war in der Vergangenheit schon mehrfach polizeilich
aufgefallen und nutzte dabei unterschiedliche Personalien. Das
zweite, vermutlich jüngere Mädchen, hatte keinerlei Papiere dabei.
Beide halten sich angeblich bei ihrem Onkel in Dortmund auf. Sie
wurden dem Jugendkommissariat übergeben und die vermeintlichen
Spendenunterlagen und die Schuhe wurden sichergestellt. In den
Schuhen befanden sich orthopädische Einlagen, anhand derer sehr
schnell der Besitzer ermittelt werden konnte. Es stellte sich heraus,
dass  die Mädchen die Schuhe auf ihrer „Spendentour“ vor der Tür
eines Privathaushaltes entwendet hatten. In ihren Vernehmungen
bestritten sie jedoch sowohl den Diebstahl als auch die
Betrugsdelikte. Sie mussten nach Vernehmung wieder entlassen werden.

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