Museumsquartier droht zu überhitzen

Exponaträume sollen von außen gekühlt werden

ESM 3(14:09 Uhr) Hagen/Westf. – Wie in vielen deutschen Museen hat auch das Hagener Museumsquartier derzeit mit den hohen Außentemperaturen zu kämpfen. Die eingebauten Wärmepumpen erzeugen Abwärme, die nicht mehr ausreichend abgeführt werden kann. Schon jetzt weist die Technikzentrale der Museen eine Temperatur von 36 Grad Celsius auf. Bei einem Anstieg auf über 40 Grad Celsius droht ein Komplettausfall der Regelungstechnik, die derzeit dafür sorgt, dass die für Museen übliche Temperatur und Feuchtigkeit eingehalten werden. Nur so kann verhindert werden, dass die Exponate – insbesondere die Ölgemälde – keinen Schaden nehmen.

Daher verständigten sich die Verwaltungspitze, Vertreter beider Museen sowie der Immobilienbetrieb der Stadt Hagen auf eine temporäre technische Lösung für das Kunstquartier. Dazu wird für einen Zeitraum von zwei Monaten auf dem Museumsparkplatz ein Container mit einer speziellen, angemieteten Klimatechnik aufgestellt. Diese wird über ein separate Zu- und Ableitung, die durch einen Lüftungsfilter geführt wird, mit dem Gebäude verbunden. Im Inneren des Museumskomplexes muss das Ganze dann noch durch ein Bohrloch in der Decke mit der Technikzentrale verbunden werden.

„Eine Alternative wäre es gewesen, die Museen vorübergehend zu schließen und die Kunstwerke zu evakuieren“, erläutert Kulturdezernent Thomas Huyeng. Doch die Auslagerung der Kunstwerke sei, so Huyeng weiter, eine enorme logistische Herausforderung und zudem aufgrund der finanziellen Aufwendungen für die notwendigen Versicherungen, den Transport, die Einlagerung und Sicherung überaus kostspielig.

„Ziel ist es, die Regelungstechnik herunter zu kühlen, damit diese nicht ausfällt und wir Gefahr laufen, dass die Temperaturen in den Ausstellungsräumen hochschnellen“, so der Technische Beigeordnete Thomas Grothe. Der Versuch, das Ganze über kleinere Kühlaggregate im Technikraum selber sicher zu stellen, ist wenig aussichtsreich, da auch diese wieder Abwärme produzieren.

„Für andere Lösungen fehlt uns zum einen die Zeit, zum anderen stehen wir mit dem Museumsbau ja immer noch im Beweissicherungsverfahren, so dass unsere Handlungsspielräume stark eingeschränkt sind, um nicht etwaige Ansprüche zu verwirken“, ergänzt der Erste Beigeordnete Dr. Christian Schmidt, der die Gesamtkosten für dieses Maßnahmenpaket auf rund 110.000 Euro beziffert.

Mehr dazu später in einem TV58.de-Interview.

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