Frauenfußball-EM: Angerer Europameister

(19:05 Uhr) (DiLa) Ja das deutsche Team darf sich bei Torfrau Nadine Angerer bedanken. Den EM-Titel sicherte die deutsche Torfrau einmal mehr durch eine Weltklasse-Leistung im Tor im Alleingang. Dabei wehrte sie zwei Elfmeter grandios ab. Zunächst begann das deutsche Team engagiert. Aber schnell war das Neid-Team in der ersten Hälfte wieder beim Klein-Klein. Die Pässe kamen nicht an, ein durchdachtes Spiel war nicht zu sehen. Torchancen eher Zufallsprodukte. Das 0:0 zur Halbzeit glücklich, denn Nadine Angerer parierte einen Elfmeter Norwegens in der 29. Spielminute und verhinderte so einen Rückstand zur Pause. Silvia Neid wechselte zur Halbzeit dann Anja Mittag ein. In der 49. Minute dann endlich mal ein gut aus der Abwehr herausgespielter Ball. Da Mbabi spielte schnell nach vorn, passte quer und fand in der mitgelaufenen Anja Mittag eine Abnehmerin, die dann unhaltbar zum 1:0 vollstreckte. Durch dieses Tor musste Norwegen die Räume frei machen. Das tat dem Spiel insgesamt gut. Torchancen wurden nun auf beiden Seiten erspielt, wenngleich nicht alle zwingend und überlegt. Norwegen kämpfte gut, zeigte auch Ballsicherheit, allerdings war stets spätestens bei Nadine Angerer Endstation. Sie verhinderte in der 61. den eigentlich verdienten Ausgleich für Norwegen. Erneut hielt sie einen Elfmeter mit grandiosem Reflex. Norwegen lief hinter den vergebenen Chancen vergeblich hinterher.

Deutschland wird zum 6. Mal in Serie Europameister. Eine Diskussion über mangelnde Führungsqualitäten der Bundestrainerin wird es so auch nicht mehr geben. Ob das deutsche Team zwischenzeitlich zu mehr Qualität in Technik, Taktik, Spielverständnis und Abschluss kommt, es wäre zu wünschen. Dann könnte die WM in zwei Jahren kommen. Warum eine Melanie Behringer auf der Bank schmoren musste, warum auch die verletzten Spielerinnen u.a. Popp eher Bankdrücker sind, auf diese Fragen müssen Antworten gefunden werden. Ganze sechs Törchen wurden erzielt, das zeigt deutlich auf, wo es fehlt. Das Deutschland diesen Titel mitnimmt liegt eher an einer souveränen und bärenstarken Torfrau, wenigstens auf diesem Posten ist Deutschland absolut Weltklasse. Es geht um den Anschluss an die Weltspitze im Frauenfußball – für Europa hat es mit dieser durchschnittlichen Leistung gereicht. Eins noch – die Leistungen der Frauen an der Pfeife waren ebenfalls teilweise unterirdisch. Es wird zu kleinlich jeder Stolperer zum Foulspiel. Das nimmt einem Spiel den Fluss. Bei den Herren hätte es zeitweise sicher Tumulte um den Pfeifenmann, sorry die Pfeifenfrau, gegeben. Fazit: Glückwunsch zum Titel, den Norwegen wohl nicht wollte, und im Prinzip Hoffnung auf mehr Qualität.

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