Unterstützungsangebote für die Pflegebranche

icon20136006002.png(15:00 Uhr) Unternehmen der Pflegebranche konnten sich gestern bei einer Infoveranstaltung des Projektes „Zukunft.Pflege“ in der agentur mark informieren, wie sie sich unter Nutzung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Zukunft aufstellen können. Experten und Praktiker stellten den rund 40 Teilnehmern verschiedene Förderangebote vor. Häufig sind geeignete Maßnahmen für die Unternehmen alleine zu teuer. Hier bieten das Land und der Bund Entlastung, indem Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern unterstützt oder eine professionelle Beratung bei Umstrukturierungen im Betrieb gefördert werden.
Bernd Lauermann, Geschäftsführer von Haus Waldfrieden, einer Pflegeeinrichtung in Halver, hat bereits gute Erfahrungen mit den Förderangeboten Bildungsscheck und Potenzialberatung gemacht: “Die Potenzialberatung bietet die Chance zum Wandel. Man kommt seiner eigenen Vision näher, wenn eine gute Führung in der Lage ist, die eigenen Mitarbeiter zu begeistern und mitzunehmen.“
Eine Möglichkeit Fachkräfte zu gewinnen ist auch die Teilzeitausbildung. Damit haben junge Menschen, die bereits Kinder haben oder einen Angehörigen pflegen, die Chance, eine Ausbildung im Pflegebereich zu machen. Birgit Seuthe, die das Projekt bei der AWO Ennepe-Ruhr leitet, Betina Häussler, Pflegedienstleiterin bei der Familien- und Krankenpflege e.V. in Wetter und deren Auszubildende, berichteten bei der Veranstaltung von ihren Erfahrungen. „Wenn man Teilzeitausbildung anbieten will, muss man bereit sein, sich darauf einzulassen und auch Strukturen zu ändern. Beispielsweise haben wir früher mit der ambulanten Pflege immer um 6 Uhr angefangen. Weil nicht jede alleinerziehende Mutter so früh anfangen kann, starten wir heute später. Dafür bekommen wir hochmotivierte Auszubildende“, so Betina Häusler. Birgit Seuthe ergänzte: “Unsere Unterstützung beginnt auch damit, dass wir die Kinderbetreuung sicher stellen. Dann helfen wir bei der Akquise der Ausbildungsstellen, wobei wir ja Frauen vermitteln, die durch Kinderbetreuung und Pflege täglich beweisen, dass sie ausbildungsreif sind.“
Ganz neu gestartet ist das aus Mitteln des Landes und der Bundesagentur für Arbeit geförderte Projekt „Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege“. Die Projektleiterin, Bettina Nehles, zeigte eine Möglichkeit der Fachkräftesicherung über den Weg der „Nachqualifizierung von an- und ungelernten Beschäftigten“ zu examinierten Altenpflegern auf.
Insgesamt, so das Fazit der Veranstaltung, bieten sich den Unternehmen und Institutionen im Pflegebereich zahlreiche Möglichkeiten, jetzt schon entscheidende Weichen für die Zukunft zu stellen. Dem drohenden Fachkräftemangel können sie so gestärkt entgegentreten.
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