Warnmeldung der Stadt Hagen: Masern sind nicht harmlos!

(11:07 Uhr) Hagen-Westf. – Aufgrund der Häufung von Masern-Fällen in den letzten Monaten mit Schwer­punkten in Berlin und Bayern sowie dem aktuell gemeldeten Masern-Ausbruch an einer Schule in Erftstadt bei Köln empfiehlt die Stadt Hagen dringend eine Über­prüfung des Impfschutzes. Angesichts noch bestehender Impflücken in der Bevölkerung kann jetzt eine neue Masernwelle in NRW entstehen. Daher diese besondere Warnmeldung. 

Warum sollte man sich aber vor dieser vermeintlich harmlosen Kinderkrankheit schützen? Dazu Dr. Claudio Sommer als Leiterin des städtischen Fachbereichs für Gesundheit und Verbraucher­schutz: „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine schwere gefährliche Infektionserkrankung. Als häufige Komplikationen von Masern sind unter anderem Brochitis, Mittelohr- und Lungenentzündung bekannt. In einigen Fällen kommt es zu schweren oder sogar lebensbe­drohenden Folgekrankheiten wie Gehirnentzündungen, die zum Tode führen können. Bei Masern erkrankt nach Feststellung der Bundeszen­trale für gesundheitliche Aufklär­ung, kurz BZgA, etwa jeder Tau­sendste daran. In jedem Fall ist eine Erkrankung an Masern eine durch Impfung vermeidbare Belastung für das Kind.“
Die Impfung gegen Masern muss zweimal in Kombination mit der Impfung gegen Mumps und Röteln (abgekürzt MMR), oft zusätzlich auch gegen Windpocken erfolgen und sollte in der Regel mit 2 Jahren abgeschlossen sein.

Aufgrund der bevorstehenden Schulferien kommt jetzt noch hinzu, dass wieder viele Kinder und Jugendliche an Ferienfreizeiten und Urlaubsfahrten teilnehmen, wo sie auch mit Kindern aus verschiedenen Orts- und Landesteilen zusammentreffen. Es sollte daher ent­weder ein vollständiger Impfschutz bestehen (Grund- und Auffrisch­impfung) oder eine Maserninfektion wurde bereits nachweislich durchgemacht. Eine Schutzimpfung ist vor Beginn der Ferien noch gut möglich. Eine Ferienreise soll der Erholung dienen und nicht der Verbreitung von Masern!
Auch als Erwachsener sollte man sich und andere schützen. Falls kein Impfausweis vorliegt und Unsicherheit über eine durchgemachte Masernerkrankung beziehungsweise zum durchgeführten Impf­schutz bestehen, empfiehlt die ständige Impfkommission in Berlin für alle nach 1970 geborenen Volljährigen eine Nachholimpfung. Diese Vorsorge hilft dann Leben zu schützen.
Zur Information stellt die BZgA einen Flyer zur Impfung in den Sprachen Deutsch, Russisch, Türkisch und Französisch zur Verfügung. Ergänzend zu diesem Print-Angebot stehen die Informationen auf der Internetseite http://www.impfen-info.de auch in Englisch, Arabisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Chinesisch und Vietnamesisch zum Download bereit.

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