Rat der Stadt Hagen zwischen Inklusion und Konfusion

Stadt150(22:19 Uhr – Dietmar Laatsch) Hagen/Westf. – Eine Delegation aus Jamaica weilte in der Stadt. Traf sich hier zu Gesprächen mit der Hagener Verwaltung. Auch im Rat der Stadt saßen sie dann, um sich einen Eindruck zur Politik in Hagen zu machen. Was werden sich die Damen und Herren gedacht, oder wie gut, wenn sie so wenig wie möglich verstanden haben. Ohnehin blieben sie nur während der Einwohnerfragestunde. Die war lebhaft genug. Schüler, Eltern und Lehrer der Astrid-Lindgren-Schule waren gekommen. Stellten in ihren Fragen auch den besonderen Wert ihrer Schularbeit heraus. Das am Ende die tatsächlichen Zahlen entscheiden und nicht tragfähige Schulstandorte Lehrkräfte binden, die dann anderswo besser eingesetzt werden können, darauf verwies noch einmal der Beigeordnete Dr. Christian Schmidt. Bei den bereits beschlossenen Veränderungen zu bleiben, war der Tenor einiger Appelle. Auch OB Jörg Dehm verwies darauf, Hagen habe bei der Gestaltung der Schullandschaft sehr viel Nachholbedarf.  Am Ende wurde der u.a. von der SPD unterstützte Kompromissvorschlag den Teilstandort Delstern noch bis 2016 zu erhalten mehrheitlich abgelehnt. In Berchum mag man das Umspannwerk nicht das dort durch den Betreiber Amprion in Planung ist. Wie auch beim Cargobeamer nach der Devise, warum denn bei uns?

Beim Thema Schule ging es dann hoch her. Um Inklusion wurde gestritten, um die Sekundarschule. Wie regelt man so etwas auf Jamaica? Mich hätte es interessiert. Da wurde gehampelt und gestrampelt. Ellen Neuhaus, Vorsitzende des Schulausschusses, verteidigte die gemeinsamen Beschlüsse, die auf einmal in Frage gestellt waren. Sicher ist, zwei Sekundarschulen werden kommen.

Dann ging es nach zwei Sitzungsunterbrechungen um das Hagener Theater. Bündnis90/Die Grünen, SPD und Die Linke hatten gemeinsam einen Antrag eingebracht das Theater im Eigenbetrieb zu führen. Nach den Statements der Verantwortlichen der einzelnen Parteien wurde abgestimmt. Eine Mehrheit von 33 zu 24 Ratsmitgliedern entschied für die Überführung des Theaters in die gGmbH, wie es durch die Gutachter Ernst & Young auch nach eingehender Prüfung vorgeschlagen war. Hildegund Kingreen unterwarf sich dabei auch nicht der parteilichen Vorgabe. Vielleicht ist ja nun eine Planung möglich. Aber das werden wir erst sehen wenn wieder einmal im November der nächste Haushalt in Arnsberg zur Genehmigung vorliegt. Darum wird sich der heute frisch wieder gewählte Kämmerer Christoph Gerbersmann kümmern. Eine leichte Aufgabe wird es mit diesem Rat in der nächsten Zeit sicher nicht, wenn es weiter nach dem Prinzip geht, das niemand immer genau weiß, wie in der nächsten Minute entschieden werden könnte. Lange Sitzungen und sehr viel Diskussion sind dabei allerdings garantiert. Nicht immer ist das amüsant. Gut, der Livestream für eine direkte Übertragung war noch nicht geschaltet. Welches Format dann angemeldet werden sollte? Comedians hätten heute ganz sicher ihren Spaß gehabt. Übrigens, herzlichen Glückwunsch Frau Bürgermeisterin Brigitte Kramps. Man kann sich lustigere Geburtstagsfeiern vorstellen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s