Baustellen gleich Staustellen!

(10:30 Uhr) Der Countdown läuft: Am zweiten Juliwochenende beginnen in Sachsen-Anhalt die Sommerferien, zusammen mit den Bundesländern Sachsen und Thüringen. Damit starten erneut viele Autofahrer nicht nur in die schönste Zeit des Jahres, sondern auch vielerorts in den Stau. Insgesamt werden dann die Schulen in 13 Bundesländern geschlossen haben. Schon jetzt rollt eine große Reisewelle durch die halbe Bundesrepublik.    

Zum Auftakt der Reisesaison in Sachsen-Anhalt weist der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. auf folgende Engpässe auf den Autobahnen im Norden hin:

Mögliche Stauschwerpunkte sind:  

Die Ost-West Verbindung, die A 2, dürfte durch den Ferienverkehr stark belastet sein. Dies betrifft besonders die Abschnitte zwischen den Anschlussstellen Magdeburg-Zentrum und Lostau – aufgrund der Fahrbahnerneuerung – sowie noch immer den Großraum Hannover – durch die Baustelle am Autobahnkreuz Hannover-Ost.
Auf der A 14 wird zwischen Magdeburg Stadtfeld und Dahlenwarsleben stockender Verkehr erwartet, da hier die Fahrbahn erneuert wird.

Auch auf der stark befahrenen A 7 ist mit Staus und stockendem Verkehr zu rechnen. In Fahrtrichtung Süden kann die Großbaustelle zwischen den Anschlussstellen Rhüden und Echte mit ihren 18 km für Behinderungen sorgen.

Auf der A 9 zwischen den Anschlussstellen Bad Dürrenberg und Weißenfels können die dort vorhandenen Baustellen in beiden Fahrtrichtungen (wegen Fahrbahnerneuerung) zu weiteren Behinderungen führen.

Die Regionen rund um Hamburg (besonders vor dem Elbtunnel und den Elbbrücken), Bremen (besonders Neustädter Hafen), Berlin und Hannover sind generell staugefährdet. Hier sollten Autofahrer auf jeden Fall die Hinweise auf den dynamischen Verkehrsinformationstafeln beachten. Vereinzelt kann es jedoch in allen Ballungsräumen zu Staus kommen.

ADAC Tipps bei dichtem Verkehr  

Besonders vorausschauend und ausgleichend fahren
Tempowechsel und abruptes Bremsen behindern den gleichmäßigen Verkehrsfluss und erhöhen den Benzinverbrauch. Wer in zäh fließenden Verkehr gerät, sollte nach einem Rat des ADAC, den Abstand so vergrößern, dass nicht immer wieder abgebremst und beschleunigt werden  muss. An Engstellen nach dem Reißverschlusssystem einfädeln, aber bitte erst am Spurende. Auch bei Staus oder Unfällen auf der anderen Richtungsfahrbahn das Tempo beibehalten. Unnötiges Abbremsen kann leicht zu Auffahrunfällen führen.

Besser in der Woche reisen  
Wer es vermeiden kann, sollte nicht am Wochenende in die Ferien starten. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. rät: Lieber unter der Woche, beispielsweise an einem Dienstag, losfahren und gegebenenfalls eine Übernachtung auf der Strecke einplanen. Außerdem sollten Urlaubsstarter unbedingt schon vor Fahrtantritt die aktuelle Verkehrslage im Internet überprüfen und während der Fahrt den Verkehrsfunk eingeschaltet haben.

Richtiges Stauverhalten:  

Wer auf ein Stauende zufährt, sollte folgende Regeln beachten:
– Vorausschauend fahren und wenn rote Bremslichter vor einem auftauchen, abbremsen – aber nicht zu abrupt – und zusätzlich frühzeitig die Warnblinkanlage einschalten, um den nachfolgenden Verkehr auf die Gefahr aufmerksam zu machen.
– Im Rückspiegel beobachten, ob die auflaufenden Fahrer reagieren, langsamer werden und ebenfalls die Warnblinkanlage einschalten.
– Das eigene Auto sicher zum Stehen bringen und ausreichenden Abstand zum Vordermann lassen, falls Rangieren nötig wird – dabei auf der linken Spur möglichst weit links am Fahrbahnrand orientieren, auf der rechten Spur möglichst weit rechts, um eine Gasse für Rettungsfahrzeuge zu bilden; auf dreispurigen Autobahnen sollte zwischen dem mittleren und dem linken Fahrstreifen die Gasse freigehalten werden.
– Den ersten Gang eingelegt lassen, um im Notfall fahrbereit zu sein oder nach rechts auf den Standstreifen ausweichen zu können – aber Vorsicht: Es ist verboten, auf der Standspur am Stau vorbeizufahren, um z.B. die Ausfahrt schneller zu erreichen. Rettungsfahrzeuge können dadurch behindert werden.
– Bei längerem Stillstand den Motor abstellen, das schont die Umwelt und spart Kraftstoff.
– Nicht aus dem Auto aussteigen, dies ist auf Autobahnen prinzipiell verboten.
– Außerdem sollte immer etwas zu Trinken und zu Essen an Bord sein sowie genügend Sprit im Tank.

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