WBH und Gesamtschule Eilpe kooperieren

(13:15 Uhr) „Schüler wissen zu wenig über ökonomische Zusammenhänge“, kritisierten kürzlich der Verband „lehrer nrw“ und die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Ob, wie gefordert, das Fach „Wirtschaft“ in Zukunft in den Schulen eingeführt wird, ist derzeit aber noch umstritten. Unumstritten ist hingegen der Kooperationsvertrag zwischen der Eilper Gesamtschule und dem Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH), der genau in diese Richtung zielt.

Seit einem Jahr tauschen sich das Unternehmen und die Schule in verschiedenen Projekten mit dem Ziel aus, den Schülerinnen und Schülern die Arbeits- und Wirtschaftswelt näher zu bringen. Die Gesamtschüler sollen ein realistisches Bild über die Arbeitsplätze und die Qualifikationsanforderungen im Unternehmen erhalten. Im projektorientierten Unterricht soll ökonomische Bildung wirklichkeitsnah und handlungsorientiert vermittelt werden. „Beide Partner gehen davon aus, dass eine bessere Kenntnis über die gegenseitigen Erwartungen und Anforderungen den Jugendlichen beim Erwerb von Kompetenzen zur Bewältigung ihres Lebens und der Vorbereitung auf ihre berufliche Zukunft sowie ihre Ausbildungsreife zugute kommt“, heiß es in der Vereinbarung.

Für Thomas Bickert, der beim WBH als Ansprechpartner der Schule fungiert, ist solch eine Kooperation ein echter Gewinn für beide Seiten. „Wir müssen als Unternehmen heute mehr denn je dafür Sorge tragen, dass wir in Zukunft auch genügend Auszubildende finden, die eine gute Schulbildung vorweisen können. Im Rahmen der Kooperation gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, unsere zahleichen Ausbildungsberufe vorzustellen und somit bei den Schülern Interesse zu wecken.“

Einen besonderen Einblick in den Wirtschaftsbetrieb Hagen erhalten die Jugendlichen auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Ferienjobinitiative. „Wir haben die Gesamtschule Eilpe und auch die Gesamtschule Haspe angeschrieben und darauf hingewiesen, dass wir in den großen Ferien wieder zahlreiche Ferienjobs anzubieten haben. Die Schülerinnen und Schüler werden dann als Helfer – natürlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen – in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens eingesetzt und erleben so hautnah die Arbeitswelt.“

Doch nicht nur über die harte Arbeitswelt, sondern auch durch die Kunst kommen sich die Schule und der Wirtschaftsbetrieb Hagen näher. Weil die Gesamtschule für eine Theaterproduktion keine geeigneten Räume hat, probt und spielt der Literaturkurs der Gesamtschule Eilpe in der Kantine des WBH an der Eilper Straße. Die Aufführungen des Stückes „Endstation Sehnsucht“ nach Tennessee Williams finden dort am 8., 9. und 10. Juli, jeweils um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) statt. In dem Stück hat Blanche DuBois, eine gut aussehende, kultivierte Frau aus reichem Hause, den Familienbesitz und ihre Anstellung als Lehrerin verloren. So steht sie eines Tages unvermittelt vor der Tür ihrer Schwester Stella, die mit ihrem Mann Stanley in sehr beengten und ärmlichen Wohnverhältnissen in New Orleans lebt. Durch ihr elitäres Gehabe und ihren Standesdünkel der unteren Schichten gegenüber gerät sie immer wieder mit Stanley aneinander. Als Stella nach einem Streit mit Stanley wegen vorzeitiger Wehen ins Krankenhaus eingeliefert wird, eskaliert der Konflikt zwischen Stanley und Blanche. Die Karten kosten 3 Euro für Schüler und 4 Euro für Erwachsene.

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