Die Stadt Hagen zeigt Flagge für atomare Abrüstung

icon20136006002.png(10:40 Uhr) Am 8. Juli setzt die Stadt Hagen ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Um 12.30 Uhr wird vor dem Rathaus an der Volme eine Flagge der weltweiten Bewegung Bürgermeister für den Frieden (Mayors for peace) gehisst. Die Bürgermeister für den Frieden erinnern mit dieser Aktion an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996 – zustande gekommen im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen -, wonach der Einsatz von Atomwaffen, ja, bereits die Androhung eines solchen Einsatzes gegen internationales Recht und gegen Vorschriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt. In der internationalen Politik ist dies jedoch nicht angekommen, der Atomwaffensperrvertrag ist bisher kraftlos geblieben und die Zahl der Länder, die Atomwaffen besitzen, nimmt zu.

Das internationale Städtenetzwerk Mayors for peace wurde im Jahr 1982 gegründet auf Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki. Heute gehören dem Netzwerk 5617 Städte in 153 Ländern an. In Deutschland unterstützen 408 Bürgermeister und Landräte das Ziel einer atomwaffenfreien Welt durch ihre Mitgliedschaft. Die Stadt Hagen und ihr Oberbürgermeister gehören seit November 1984 dem Bündnis an.

In Deutschland arbeitet das Städtebündnis mit dem Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen“ zusammen. Darin arbeiten rund 50 Organisationen und Initiativen zusammen, darunter die IPPNW, Pax Christi und die Pressehütte Mutlangen. In der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ fordern sie das Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen – weltweit, keine Modernisierung von Atomwaffen und Abzug der Atomwaffen aus Deutschland (www.atomwaffenfrei.de).

Der Anstoß, dass sich die Stadt Hagen am 8. Juli an diesem zweiten weltweiten Aktionstag beteiligt, kam vom Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN, der auch die Flagge spendete. Der Verein setzt sich seit vielen Jahren für friedliche Konfliktlösungen und atomare Abrüstung ein. Neben den tödlichen Gefahren, die von Atomwaffen ausgehen, weist der Verein auch auf die hohen gesellschaftlichen Kosten hin: Im Jahr 2012 wurden weltweit über 100 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Atomwaffenprogramme verschlingen Gelder, die im Gesundheitswesen, in der Bildung und in den Kommunen fehlen.

 

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