Leserbrief

Offener Brief an die Mitglieder des Rates der Stadt Hagen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Das Theater Hagen als ein wesentlicher Leuchtturm dieser Stadt wird immer wieder gelobt – wegen der hohen Qualität der Aufführungen und weil es das preiswerteste Theater in Nordrhein-Westfalen ist. Alle Sparten leisten eine hervorragende Arbeit und haben für eine Rekord-Besucherzahl gesorgt: 188.000 Besucher in der letzten Spielzeit.

Seit mehr als hundert Jahren setzen sich die Bürger der Stadt Hagen für die von ihnen ins Leben gerufene Bühne ein. Sie tun dies in Anerkennung der herausragenden Leistungsfähigkeit von Theater und Orchester, aber auch im Wissen um die immense kultur-, bildungs- und sozialpolitische Bedeutung des Hagener Theaters für die Stadt und die gesamte Region. Auch Sie, die Mitglieder des Rates der Stadt, haben sich einstimmig für den Erhalt des Theaters in seiner jetzigen Struktur eingesetzt.

Nun stehen Sie als Ratsmitglieder vor einer Richtungsentscheidung, die für das Theater und seine fast 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von existenzieller Wichtigkeit ist. Die Diskussion um eine größere Eigenständigkeit des Theaters dauert nun schon viele Jahre. Wir haben in den letzten Monaten mit allen Parteien konstruktive Gespräche über die künftige Ausrichtung des Theaters geführt. Die Bezirksregierung erwartet bis zum 30.Juli 2013 Ihre Entscheidung über die künftige Rechtsform und wie die im HSP 2013 eingestellten und nur durch die Rechtsformänderung in eine gGmbH ermöglichten Kosteneinsparungen von 500.000 Euro realisiert werden sollen.

Der Verwaltungsvorstand, das Beratungsbüro Ernst & Young, die Theaterleitung, der Theaterförderverein, die Bürgerstiftung, die Ballettfreunde und CDU, FDP und Hagen Aktiv befürworten die personell und finanziell abgesicherte Gründung einer gGmbH. Für die gGmbH sind die geforderten Einsparungen errechnet. 500.000 Euro erbringt dieser Rechtsformwechsel, zusätzlich soll das Theater noch einmal 627.000 Euro aus eigener Kraft erwirtschaften. Somit wächst die Gesamteinsparsumme am Theater seit der Jahrtausendwende auf mehr als 3 Millionen Euro! Mit der Umwandlung in einen Eigenbetrieb können diese ambitionierten Sparziele auf keinen Fall erreicht werden. Stattdessen müsste die das gesamte Theater tragende Sparte Musiktheater geschlossen werden.

Wir bitten Sie eindringlich, sich bis zur Ratssitzung am 11. Juli 2013 im Sinne einer verlässlichen Zukunft des Theater Hagen auf einen gemeinsamen, realistischen Weg zu verständigen: für die Theatermitarbeiter, für die Bürger und für das Ansehen unserer Stadt!

Theaterförderverein Hagen e.V. – Klaus Hacker, Helga Feyerabend

Bürgerstiftung der Theaterfreunde Hagen – Dr. Hans-Toni Junius, Dr. Klaus Fehske

Ballettfreunde Hagen – Jutta Haasen, Dr. Ursula Berns

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s