Umfangreiche Ermittlungsarbeit führte zum Erfolg

(Foto: TV58.de)(14:30 Uhr) Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit des Polizeilichen Staatsschutzes konnten zwei 19-jährige Graffiti-Sprayer überführt werden. Zwischen Oktober 2012 und April 2013 waren an über 80 Tatorten im gesamten Hagener Stadtgebiet an Hauswänden, Brücken, Geschäften, Telefonzellen, Bushaltestellen und Stromkästen Farbschmierereien mit Sprühfarbe, EDDING- Stiften oder  Paintmarkern aufgebracht worden. Hierbei wurden immer wiederkehrend „129A“,  „ANTIFA“ und „No Nazis“, sowie  andere markante, teils der linken Szene zuzurechnende Symbole geschrieben. Bislang beläuft sich der Schaden geschätzt auf ca. 100.000 Euro. Während der Tatortaufnahme vor einer Schule erhielten die Beamten den Hinweis, dass sich dieselben Symbole ebenfalls innerhalb des Schulgebäudes befinden würden. Ein zunächst vager Anfangsverdacht gegen einen 19 Jahre alten Hagener erhärtete sich im Laufe der Ermittlungen durch weitere belastende Verdachtsmomente puzzelartig, so dass beim Amtsgericht Hagen über die Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Tatverdächtigen erwirkt werden konnte. Nach Auffinden von Beweismaterial bei der Durchsuchung der Wohnung und des Fahrzeuges des Tatverdächtigen, gestand dieser in seiner Vernehmung die Mittäterschaft und benannte einen weiteren Täter namentlich. Bei der, von der Staatsanwaltschaft Hagen umgehend  angeordneten Durchsuchung bei dem ebenfalls 19-jährigen Täter, konnte dann umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Bei ihm wurden zwei PC, 40 Farbspraydosen, 16 Paintmarker und 12 selbstgefertigte Farbschablonen aufgefunden und beschlagnahmt. Eine Aussage zum Tatvorwurf wurde von dem 19-Jährigen verweigert.  Beide jungen Männer erwartet nun nicht nur ein Strafverfahren wegen der zahlreichen, mutwillig verursachten Sachbeschädigungen, sondern auch der zivilrechtliche Anspruch aller Geschädigten. Das heißt, sie müssen für den geschätzten Schaden in Höhe von 100.000 Euro aufkommen. Nicht auszuschließen ist, dass die beiden 19-Jährigen für weitere Taten infrage kommen, die der Polizei noch nicht bekannt sind. Mögliche Geschädigte, die sich bisher noch nicht bei der Polizei gemeldet haben und gleiche oder ähnliche Symbole wie auf den Fotos abgebildet (auffällig dabei insbesondere das geschwungene „A“)  oder mit den Schriftzügen: REK, AUS, BIRD, KEKS oder LUZ  signierte Graffitis an ihrem Eigentum vorgefunden haben, werden daher gebeten, sich bei der Polizei unter Tel.986-2066 zu melden.

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