Großrazzia gegen Fleischindustrie

icon20136006002.png(20:00 Uhr) NDR: Großrazzia gegen Fleischindustrie – Bundesweite Ermittlungen wegen Verdachts der illegalen Beschäftigung von „Billiglöhnern“  – Wie der NDR mitteilt, ermittelt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft in großem Umfang gegen Dienstleistungsfirmen der deutschen Fleischindustrie. Das ergeben NDR-Recherchen für die NDR-Dokumentation: „Lohnsklaven in Deutschland“. Besonders im Visier der Fahnder ist  ein kaum zu durchschauendes Geflecht von  Subunternehmern und Briefkastenfirmen in der Region Duisburg, Moers und Kamp-Lintfort. Diese Firmen organisieren die Anwerbung von Arbeitskräften aus Rumänien und Polen, die dann an verschiedene Schlachthöfe in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz als sogenannte Werkvertrags-Mitarbeiter vermittelt werden. Für Branchenkenner sind es  „Billiglöhner“ und „Lohnsklaven“. Der Verdacht der Düsseldorfer Ermittler: Dieses Firmengeflecht  habe  jahrelang Steuern und Sozialabgaben „in großem Umfang“  hinterzogen. Gegenüber dem NDR erklärte der Düsseldorfer Staatsanwalt Ralf Möllmann, dass dies „ein besonders umfangreiches Verfahren mit einer Vielzahl von Beschuldigten“ sei. Am 14. Mai hätten deshalb  450 Staatsanwälte, Zöllner und Steuerfahnder bundesweit Wohnungen und Büros von 22 Beschuldigten durchsucht. Derzeit werden viele beschlagnahmte Computer und Unterlagen ausgewertet. Mit diesem Düsseldorfer Großverfahren gerät die Fleischindustrie noch mehr unter Druck.

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