Erste lokale Energiewende-Konferenz „Enerloka“ in Hagen

icon20136006002.png(15:20 Uhr) Hagen/Westf. – An der ersten lokalen Energiewende-Konferenz im Rathaus an der Volme nahmen über 80 Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung, Banken, Wissenschaft, Weiterbildung und der interessierten Bürgerschaft hauptsächlich aus Hagen, Iserlohn, Lüdenscheid und dem Ennepe-Ruhr-Kreis teil. Der Kongress diente dazu, die regionale Zusammenarbeit bei der Energiewende zu fördern. Als ersten Versuchsballon, verschiedene Akteure an einem Ort zur Diskussion zu versammeln, hat sich diese Form der Energiewendegespräche als äußerst positiv herausgestellt. Der Vertreter des Klimaschutz- und Umweltministeriums NRW, Michael Theben, stellte den Klimaschutzplan des Landes mit seinen Strategien vor, die auch auf die örtlichen Ebenen angewiesen sind. Gerade Nordrhein-Westfalen hat eine besondere Bedeutung bei der Umsetzung der Energiewende: ein Drittel des deutschen Stroms wird hier hergestellt, somit auch etwa ein Drittel des deutschen CO2-Ausstoßes. Auch Oberbürgermeister Jörg Dehm betonte: „Die Energiewende ist für die Stadt Hagen eine große Chance, die wir ergreifen müssen.“ Ohne örtliche, ehrenamtliche Gruppen sei die Energiewende allerdings nicht zu schaffen, vor allem vor dem Hintergrund, dass besonders im Haushalts- und Gebäudebereich, der Wirtschaft und im Verkehrsbereich die größten Einsparpotenziale stecken.

Nach der Eröffnung durch den Hagener Oberbürgermeister und der thematischen Einführung des Ministeriums wurde in verschiedenen Arbeitsgruppen über die regionale Zusammenarbeit bei der Installation von Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen, Nah- und Fernwärmeanlangen und Anlagen zur Kraft-Wärme-Koppelung gesprochen. Neue gemeinsame Projekte wurden angedacht. Erste Ergebnisse ergaben sich unmittelbar aus der Veranstaltung: So bildete sich in der Gruppe „Elektromobilität“ eine Arbeitsgruppe, die innovative und klimaschutzfreundliche Fortbewegungsmöglichkeiten in unserer Region vorantreiben will. Als Vorbild dient Wuppertal, wo innerhalb von vier Monaten 100 E-Autos neu zugelassen wurden. Auf einer anschließenden Sitzung der Energiewendegruppen von Lüdenscheid und Hagen sollen am kommenden Montag, 24. Juni, um 19 Uhr in der Verbraucherzentrale Hagen die Ergebnisse ausgewertet werden. Wer an der Mitarbeit in der Energiewendegruppe Hagen oder auch an der E-Mobilitätsgruppe interessiert ist, wende sich an energiewende-hagen@freenet.de. Im Rahmen des über das Programm Intelligent Energy Europe geförderten EU-LEAP-Projektes konnte diese Klimaschutzveranstaltung bezuschusst werden.

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