Förderpreise von der Werner-Richard-Stiftung

Foto: Ev. Stiftung Volmarstein
Foto: Ev. Stiftung Volmarstein

(14:40 Uhr) Neun Jugendliche aus Wetter und Herdecke erhielten eine Auszeichnung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken – Stiftung. Besondere Leistungen im sozialen Engagement, engagiertes Teilnehmen in sportlichen, kulturellen und musischen Bereichen sind die entscheidenden Kriterien für die Vergabe der begehrten Förderpreise. Die Preise wurden von Dr. Jochen Plaßmann und Christa Stronzik vom Vorstand der Dörken-Stiftung persönlich übergeben. Die Verleihung fand im Werner Richard-Saal in Herdecke statt. Vier Schülerinnen und Schüler des Werner-Richard-Berufskolleges der Evangelischen Stiftung Volmarstein wurden zusammen mit  Schülerinnen und Schülern der Realschule Bleichstein Herdecke geehrt.

Zum ersten Mal trafen sich die Jugendlichen nicht nur zur Preisverleihung. Bereits am Vormittag hatten sie Gelegenheit sich kennen zu lernen: Gemeinsam machten sie einen  Ausflug ins Muttental. In bunt gemischten Kleingruppen wurde die Gegend beim Geocaching erkundet. „Das war toll“, erzählt Annika Rüdesheim, eine der Preisträgerinnen aus Volmarstein. „Wir haben uns viel unterhalten, sind sogar an einem Etappenziel vorbeigelaufen, weil wir so viel erzählt haben.“ Beim anschließenden Schmieden und dem gemeinsamen Essen im Bethaus war die Stimmung bestens. „Das ist genau das, was wir wollen: Die Begegnung und der Austausch zwischen behinderten und nicht behinderten jungen Menschen“, betonte Christa Stronzik. „Und es freut mich besonders, dass die Idee eines ganzen gemeinsamen Tages von den Jugendlichen selbst kam.“

Bereichsleiter Lothar Bücken hielt die Laudatio für die Schülerinnen und Schüler vom Werner-Richard-Berufskolleg:

Philipp Röser (KGM)

Philipp zeigt neben großem schulischem Einsatz auch im sozialen Miteinander des Berufsbildungswerkes Engagement in höchstem Maße. Zuverlässig und mit hoher Einsatzbereitschaft gestaltet er regelmäßig als DJ das musikalische Programm der Teilnehmer-Disco und hilft tatkräftig bei der wöchentlich stattfindenden Cafeteria im Freizeitbereich mit. Philipp scheut sich dabei trotz seiner Behinderung auch nicht vor körperlich schwierigen Aufgaben und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung des außerschulischen Alltags der Teilnehmer im Berufsbildungswerk.

Benedikt Sander (BKO 3)

Benedikt ist ein stets freundlicher Schüler, der im Klassenverband und auf der Internatsgruppe anderen gegenüber immer hilfsbereit ist. Er nimmt an allen Aktionen im Internat aktiv teil und arbeitet gerne engagiert mit – z.B. als DJ bei jeder Gruppenparty. Besonders für seinen Freund Tim setzt sich Benedikt uneigennützig ein und verbringt viel Zeit mit ihm. In Schule und Freizeit ist er ihm eine große Hilfe bei vielen größeren und kleineren alltäglichen Dingen. So besprechen sie etwa gemeinsam ihre Essenswünsche, organisieren ihren Einkauf und Benedikt kocht für sie beide – wobei er ganz selbstverständlich auch den Abwasch übernimmt. Trotz seines eigenen Handicaps ist er für seinen Freund stets ein vertrauensvoller Begleiter in allen Lebensbereichen. Durch Benedikt Sanders großen Einsatz gelingt es, die Lebensqualität seiner Mitschüler in Schule und Freizeit zu verbessern.

Jessica Röckert (HO 1)

Jessica zeichnet sich durch ihr großes Engagement und ihre Hilfsbereitschaft aus. So hat sie zum Beispiel im vergangenen Jahr aktiv am Tag der offenen Tür mitgewirkt. Sie hielt eigenständig einen Vortrag über das Leben im Internat vor interessiertem Publikum. Sie stellt sehr anschaulich das Gruppenleben innerhalb des Berufsbildungswerkes vor. Ein gutes Klassenklima liegt ihr sehr am Herzen, durch ihre ausgleichende und freundliche Art ist sie in der Lage, das Miteinander in der Klasse sehr positiv zu unterstützen. Seit vier Jahren arbeitet Jessica in ihrer Freizeit immer zuverlässig in der Schülerbücherei mit und übernimmt dort auch unliebsame Aufgaben. So ganz nebenbei hilft sie ihren Mitschülerinnen in Fragen von Mode und Make-up, denn Jessica interessiert sich sehr für das Thema Typberatung.

Weiterhin ist besonders Hervorzuheben, dass sich Jessica Röckert bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft durch besondere Zielstrebigkeit auszeichnet.

Annika Rüdesheim (EEM)

Annika Rüdesheim zeigt sich vorbildlich in ihrem ganzen Verhalten sowohl in der Klasse als auch in der Ausbildung. Mit Annika trifft man auf eine freundliche, hilfsbereite junge Frau, die sich in besonderer Art und Weise als Bindeglied zwischen Teilnehmern und Ausbildern für deren Belange einsetzt. Sie vermittelt in der Schule als Klassensprecherin in Konfliktsituationen, strahlt Optimismus und Lebensfreude aus und übernimmt gerne Verantwortung in der Gruppe. Sie ist ein Beispiel für gelingendes soziales Handeln, ohne die eigenen Belange und Ziele aus dem Blick zu verlieren. Ihre Leistungsbereitschaft und ihr Engagement zeigen sich durchgängig. So beweist sie in der Schule und in der Ausbildung, dass sie ihren Platz im Leben finden wird. Wir freuen uns, mit Annika eine so engagierte, junge Frau mit dem Werner Richard – Dr. Carl Dörken Förderpreis auszeichnen zu dürfen.

Murat Celiktas (KFM 1)

Murat Celiktas zeigt seit mehreren Jahren ein außerordentlich großes Engagement bei der ehrenamtlichen Arbeit im Discoteam und der Cafeteria. Trotz seiner körperlichen Einschränkungen stellt er sich zuverlässig, verantwortungsbewusst und selbstlos allen Anforderungen. Mit einer hohen Einsatzbereitschaft versucht er allen Wünschen und Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden. Gleichzeitig wird er in der Schule als außerordentlich hilfsbereit wahrgenommen. So gibt er seinen Mitschüler immer gerne Hilfestellungen und unterstützt sie vertrauensvoll und zuverlässig bei organisatorischen Problemen.

Folgende Schülerinnen und Schüler der Realschule Bleichstein Herdecke wurden geehrt:

Svenja Schiffers (10c)

Svenja Schiffers  ist eine sehr zuverlässige und fleißige Schülerin. Ihr ist es dabei in besonderer Weise gelungen trotzdem bescheiden und zurückhaltend zu bleiben. Dadurch hat sie sich sowohl bei Mitschülerinnen und Mitschülern als auch bei Lehrerinnen und Lehrern große Wertschätzung erworben. Sie ist gegenüber ihren Klassenkameraden und –kameradinnen stets hilfsbereit und freundlich. Durch ihre ruhige und besonnene Art hat sie häufig für Ausgleich innerhalb der Klasse gesorgt und so zu einem guten Klassenklima beigetragen. Svenja ist immer ansprechbar, wenn es darum geht zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, ihre Arbeitshaltung ist vorbildlich. Ihre Beharrlichkeit und ihr Fleiß werden dafür sorgen, dass sie ihren Weg am Gymnasium gehen und das angestrebte Abitur hoffentlich auch mit Bravour ablegen kann.

Okan Özcan (10c)

Okan Özcan hat über alle Schuljahre hinweg freiwillig Sonderaufgaben für die Klassengemeinschaft übernommen und sich für seine MitschülerInnen eingesetzt. Seine sozialen Kompetenzen hat er dabei in verschiedenen Funktionen eingebracht: er war und ist Klassensprecher der 10c und ist in diesem Schuljahr Schülersprecher, was seine Beliebtheit bei kleinen und größeren MitschülerInnen zum Ausdruck bringt. Des weiteren hat er sich in der neu gegründeten Schulfußballmannschaft engagiert und durch seinen Einsatz zu deren Erfolgen beigetragen.  Außerdem hat Okan zahlreiche Aktivitäten rund um die Abschlussfeierlichkeiten mitorganisiert.

Anita Rüb (10a)

Anita ist in der Klasse durch durchgängig herausragende Leistungen aufgefallen. Besonders ist allerdings auch, wie sie damit umgegangen ist und auch nach wie vor umgeht. Anita hat nie mit ihren Noten geprahlt oder sich etwas darauf eingebildet, sondern man hat manchmal eher das Gefühl, dass es ihr etwas peinlich ist, wenn ihre Mitschüler sehen, dass sie wieder eine gute Arbeit zurückbekommen hat. So war sie auch immer bereit ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Rahmen von Gruppen- oder Partnerarbeiten im Interesse aller einzubringen und ihre Mitschüler zu unterstützen. Häufig war sie in so einem Kontext auch bereit mehr zu tun als von ihr gefordert war. Anita war für ihre Mitschüler immer eine zuverlässige Arbeitspartnerin. Dies gilt aber auch für den Unterricht im Allgemeinen. Anita hat sich durch besondere Zuverlässigkeit, Sorgfalt und ein vorbildliches Arbeits- und Sozialverhalten hervorgehoben. So hat sie im Laufe ihrer gesamten Schulzeit nicht einen einzigen Eintrag in ihre Schülerakte auf Grund von versäumten Hausaufgaben oder Materialien oder gar einen Tadel erhalten. Anita hat sich wie selbstverständlich an Schulregeln und schulische Verpflichtungen gehalten. Mit ihrer sympathischen Art ist sie mit ihren Mitschülern immer gut zu Recht gekommen. Auch wenn sie auf den ersten Blick ruhig und zurückhaltend wirkt, ist sie keine Außenseiterin, sondern fest in den Klassenverband integriert und fähig sich aktiv in die Beziehung zu ihren Mitschülern einzubringen. Dies wurde zum Beispiel deutlich als sie sich wieder in die Klasse integrieren musste, nachdem sie für einig Zeit mit ihren Eltern in Kanada gelebt hatte. Zusammenfassend kann man sagen, dass Anita aus der Klasse für diesen Preis ausgewählt wurde, da sie sowohl gute schulische Leistungen als auch hervorragenden sozialen Kompetenzen gezeigt hat und daher in ihrer Art und Haltung für ihren weiteren Lebensweg bestärkt werden soll.

Rhiannon Sleath (10b)

Rhiannon war von Anfang an eine gute Schülerin. Mit Ausdauer und einer positiven Grundeinstellung verstand sie es, unabhängig von ihrer Interessenslage, in allen Fächern gleichermaßen beständig zu arbeiten. Sie arbeitete aber nicht nur für sich selbst, sondern unterstützte auch Mitschüler, die Hilfe benötigten. Rhiannon zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie ihre Meinung offen und in angemessener Form äußern kann. Sie hört sich Argumente an, wägt sie ab und trifft Entscheidungen, die sie mit Engagement vertritt. Aktivitäten für die Klasse liegen ebenfalls bei ihr in guten Händen. Wenn Rhiannon eine Aufgabe für die Klasse übernahm, konnte man sich darauf verlassen, dass alles zuverlässig erledigt wurde. Rhiannons Hobby ist das Theaterspielen. Sie wirkt bei Aufführungen des Koffertheaters in Wetter mit und hat auch in dem Film „Das geheime Zimmer“, der in Wetter gedreht wurde, mitgespielt. Schauspielerin wäre ihr Traumberuf. Aber da Rhiannon viele Begabungen hat, möchte sie zunächst das Abitur machen und dann entscheiden wie sie beruflich weitermacht. Ihre guten schulischen Leistungen, ihre positive Arbeitshaltung und auch ihre Hilfsbereitschaft sind dafür gute Voraussetzungen.

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