200.000 Euro Bundesmittel für Haus Harkorten

Gute Nachricht für den Denkmalschutz:

(15:18 Uhr) Hagen/Westf. – Erfreut über eine Nachricht aus dem Bundeskanzleramt zeigte sich der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel (SPD): Haus Harkorten ist in das so genannte Denkmalschutz-Sonderprogramm IV des Bundes aufgenommen worden. Damit wird der „nationalen Bedeutung“ des Baudenkmals in Westerbauer Rechnung getragen.

Röspel, der sich beim zuständigen Kulturstaatsminister Bernd Neumann für das Projekt eingesetzt hatte, hofft, dass mit der Bundesbeteiligung in Höhe von 200.000 Euro die Sanierung des vom Verfall bedrohten Ökonomiegebäudes, dem Geburtshaus des Industriepioniers Friedrich Harkort, in Angriff genommen werden kann: „Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um dieses bedeutende Denkmal zu erhalten.“

Die vom Eigentümer beantragte Fördersumme lag zwar höher, aufgrund der Überzeichnung des Programms wurde die Höhe der Förderung so gewählt, dass möglichst viele Projekte partizipieren können: So kommt auch Schloss Hohenlimburg in den Genuss einer Denkmalschutzinvestition von ebenfalls 200.000 Euro.

Seit einigen Jahren beschäftigen sich Politik und Verwaltung intensiv mit der denkmalgeschützten Anlage. Mit der Anerkennung als nationales Kulturdenkmal durch den Landeskonservator wurde nicht nur der hohe Zeugniswert, den das Gebäudeensemble hat, nachdrücklich untermauert, sondern auch eine Förderkulisse erschlossen, die bisher verwehrt war. Umso mehr freut sich Oberbürgermeister Jörg Dehm nun darüber, dass mit dieser Wertschätzung ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Gebäude, vor allem des Geburtshaus des berühmten Hageners, getan ist.

Die heutigen Besitzer planen für die Gebäude der Gutsanlage verschiedene Nutzungen. Die notwendigen Investitionen dafür sind sehr hoch, vor allem das Ökonomiegebäude befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Nun sollen in einem ersten Schritt Bestands ertüchtigende Maßnahmen durchgeführt werden, die eine spätere Umnutzung in Wohnen und Gewerbe überhaupt erst möglich machen. „Da ist die Unterstützung aus dem Denkmalprogramm dringend notwendig“ sagt Hans Hermes, einer der Eigentümer.

Für das Jungfernhaus und das in direkter Nachbarschaft befindliche Backhaus liegen bereits genehmigte Umnutzungsplanungen im Sinne des barrierearmen Wohnens vor. Dabei wird das Jungfernhaus durch einen modernen Anbau erweitert. Mit diesen Baumaßnahmen wurde jetzt begonnen.

Für das Haupthaus, kunsthistorisch das wertvollste Gebäude der Gesamtanlage, liegen zurzeit erste Nutzungsüberlegungen vor. Das nahezu unveränderte Gebäude soll für eine beschränkte Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Eigentümer suchen mit Unterstützung der Stadt und der Denkmalpflege nach Nutzungsmöglichkeiten, die eventuell über ein Stiftungsmodell realisiert werden könnten.

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