Die Krise in Irland ist keineswegs überwunden ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen

Foto: DGB Hagen
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DGB Hagen: ein weiterer Triumph gescheiterter Ideen

(12:35 Uhr) Hagen/Westf. – Obwohl die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten nicht weiter angestiegen ist, hält der irische Gewerkschafter Philipp O´Connor die Krise in seinem Heimatland keineswegs für gelöst. Vor der Krise lag die Zahl der Erwerbslosen bei 4 % heute sind es 14 %, so der Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft IMPACT. O´Connor besuchte Hagen und die Region auf Einladung des DGB-Hagen. Neben Betriebsbesuchen und Gesprächen mit Gewerkschaften war O´Connor zu Gast bei einer Veranstaltung des Hagener Europa-Büros und der Volkshochschule. Dort stand eine Diskussion zum Thema Freizügigkeit in Europa und Erfahrungen aus Irland auf der Tagesordnung. Hier diskutierte der Gewerkschafter von der grünen Insel mit Holger-Michael Arndt vom Institut für internationale Bildung (CIVIC). Nach einer Begrüßung durch den Beigeordneten Dr. Schmidt moderierte Jochen Marquardt vom DGB die Diskussion. Arndt verwies auf die positiven Erfahrungen der Freizügigkeiten im heutigen Europa und verwies darauf, dass dieser Prozess auch im Rahmen der Krise von hoher Bedeutung sei. O´Connor konnte aus Irland berichten, dass in den positiven Jahren der irischen Entwicklung fast 25 % mehr Menschen ins Land gekommen seien und dabei ein erstaunlich erfolgreiches Integrationsverhalten festzustellen war. „Das gute Wirtschaftswachstum in dieser Zeit verschaffte den zugereisten Menschen gute Arbeitsbedingungen, die durch einen Mindestlohn und zuverlässige Flächentarife gekennzeichnet waren. Das war eine wichtige Basis für gemeinsames Arbeiten und Leben.“

Aktuell würden in der unüberwundenen Krise wieder viele, vor allem junge Menschen, neue Perspektiven suchen. Viele irische Fachkräfte blieben aber nicht in Europa, sondern gingen nach Australien, Neuseeland und in die USA. Erstaunt war der irische Gewerkschafter von den Problemen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Dimensionen prekärer Arbeit und unsicherer Beschäftigungen in Deutschland seien in seiner Heimat kaum bekannt. Für den DGB-Vertreter Marquardt und Sabine Krink vom „europe-direct“-Büro war es eine weitere erfolgreiche gemeinsame Veranstaltung, die einen Beitrag dazu leisten konnte einen authentischen Einblick in andere europäische Länder zu organisieren. In den vergangenen Jahren waren Vertreter aus Griechenland und Spanien Gäste im Rahmen der Hagener Europa-Wochen.
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