Zee Aylienz: Oliver Kahl in Belgien dabei

Oliver Kahl am Start (Foto: Zee Aylienz)
Oliver Kahl am Start (Foto: Zee Aylienz)

(08:30 Uhr) Am Donnerstag, dem 08.05.2013 fand in Belgien das 10-jährige Jubiläum des MTB-Rennens Le-cime-de-Waimes statt, das selbst erfahrenen Fahrern durch die Wahl der Strecke, verbunden mit den schlechten Wetterbedingungen, ein Höchstmaß an fahrerischem Können und Anstrengung abverlangte. Unter den ca. 2000 Startern befand sich auch ein Mitglied des Zee Aylienz e.V. – MTB Hagen. Oliver Kahl, der bereits in der Nacht zuvor bei strömendem Regen in Waimes angekommen war, startete auf der 85 km Marathon-Strecke mit 1810 Höhenmetern.
Nach änfänglichen Schwierigkeiten wie einen beinah verpassten Start aufgrund der falsch-anzeigenden Kirchturmuhr und einer Panne beim Reifenwechseln ging es dann für Oliver Kahl in das zunächst locker anmutende Rennen. Das anfängliche Straßenstück und der erste Stau bei eher mäßig schwierigen Geländepassagen, sowie leichte Abfahrten ließen Kahl auch nach dem ersten Platten, der ihn ereilte, noch zuversichtlich dem weiteren Rennverlauf entgegensehen und so kam er völlig entspannt bei km 18 an der ersten Verpflegungsstation an. Hier konnten die Fahrer ihre Schaltwerke vom gröbsten Dreck durch den aufgeweichten Waldboden befreien, essen und ihre Trinkflaschen wieder auffüllen. Eine Blaskapelle sorgte für angenehme Untermalung des Geschehens.
Auch an der 2. Verpflegungsstation bei km 36 wurde der hervorragende technische Support noch einmal genutzt, um das Rad so gut es ging schlammbefreit auf die restliche Distanz zu schicken.

Der Eindruck eines lockeren Rennens wurde dann etwa auf der Hälfte der Gesamtdistanz jäh gekippt. Extreme Bergabstrecken, stark verwurzelte Bergaufpassagen, Steinbruch-Stellen, Grobschotter, technisch sehr anspruchsvolle schmale Pfade bergab und steile Rampen, grober Felsboden mit Kanten und Löchern, dazwischen fast freier Fall verlangten den Fahrern nun deutlich mehr Können ab als dies die bisherige Strecke vermuten ließ. Es ging immer wieder 50 hm rauf und wieder runter, 40 cm tiefe Bäche mussten durchfahren werden, dann einen Skilifthang hoch, es war kalt und windig und die Fahrer mittlerweile durchnässt.
Rettend insbesondere für die mentale Verfassung erwies sich nach diesen Strapazen das warme Essen an der 3. Verpflegungsstation bei km 56. Weiter ging es ebenso anspruchsvoll: Meter für Meter kämpften die Fahrer sich auf teils komplett geflutete Passagen vorwärts, die 1810 hm der Gesamtdistanz waren allmählich erreicht und machten sich in den müden Knochen der Teilnehmer bemerkbar. Eine letzte Verpflegung bei km 70.
Die nun folgende Teiletappe bescherte den Fahrern dann noch mal einen ganz besonderen Nervenkitzel. Sie verlief auf einem oft fast nicht vorhandenen Weg um einen See herum, 10 cm von der Wasserkante entfernt. Auch die steil auf den See zuführende und nur einen halben Meter davor abknickende Downhillpassage zerrte an den Nerven der erschöpften Teilnehmer. Oliver Kahl gelang es schließlich nach 6h:20min den Zielbogen erschöpft und glücklich zu durchfahren. Das harte Rennen hatte den Fahrern einiges abverlangt. Kahl selber bezeichnete es „als das härteste Eintagesrennen, das er bisher gefahren ist.“

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