Odense in Dänemark macht Hagener neidisch

Dr. Cornelia Heintze (Foto: DGB)
Dr. Cornelia Heintze (Foto: DGB)

(Hagen/Westf.) Dr. Cornelia Heintze, ehemalige Kämmerin von Delmenhorst und Expertin für skandinavische Länder war Gast in der FernUni. Einlader waren der DGB, die VHS und die Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben in Hagen. Dr. Heintze erläuterte vor der interessierten Zuhörerschaft Ausrichtungen der Sozial- und Arbeitspolitik skandinavischer Länder und stellte sie in den deutschen Vergleich. Unabhängig davon, dass auch die Länder, z.B. Dänemark, Finnland und Island mit Auswirkungen der europäischen Krise zu tun haben, gelingt es in diesen Ländern erheblich besser die Herausforderungen einer zuverlässigen Daseinsversorgung für die Menschen in den Städten und Kommunen zu organisieren.

Aus Sicht Heintzes liegt das vor allem daran, dass die Vorsorge für die Menschen und die gute Begleitung in allen Lebensphasen nicht nur besser organisiert sind, sondern über erheblich bessere finanzielle Rahmenbedingungen abgesichert sind. Am Beispiel der dänischen Stadt Odense, in der ca. 190.000 Einwohner leben, wies sie darauf hin, dass dort der öffentliche Bereich in seiner Personalausstattung rund dreimal besser aufgestellt ist als die Stadt Hagen. Aus ihrer Sicht liegt dies vor allem in der Erkenntnis, dass der Mensch und nicht nur die Finanzlage in den Mittelpunkt der Debatte gerückt werden muss. Während wir in Deutschland in den letzten Jahren einen wachsenden Niedriglohnsektor zu beklagen haben, setzen die Beispielländer auf gute Einkommen, zuverlässige Arbeitsbedingungen und wohlstandssichernde Renten. Die anwesenden Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit einer Vielzahl neuer Informationen und waren sich darin einig, dass die Entwicklungen in Skandinavien eine ganze Menge Perspektiven eröffnen, die als Modell für eine Neuausrichtung deutscher Politik dienen können.

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