DGB – Hagen: Vor 80 Jahren wurden die Gewerkschaftshäuser überfallen

Vor 80 Jahren überfielen die Nationalsozialisten Gewerkschaftshäuser im ganzen Land. Für den DGB ist es heute ein zentrales Anliegen auf die schrecklichen Geschehnisse dieser Zeit hinzuweisen und an die Nazi-Verbrechen zu erinnern, die vor 80 Jahren ihren Anfang nahmen. In Hagen waren die Überfälle auf das Gewerkschaftshaus in der Hugo-Preuß-Straße bereits Wochen vorher durchgeführt worden. Sie waren begleitet von verbrecherischen Übergriffen auf Gewerkschafter und Demokraten.

Bereits am 6.4.1933 hatte der damalige Stadtrat auf Antrag der NSDAP Ehrenbürgerschaften für Adolf Hitler und Paul von Hindenburg beschlossen. Die Ehrenbürgerschaft Hitlers wurde 1983 aufgehoben. Die des ehemaligen Reichskanzlers von Hindenburg besteht immer noch fort. Für DGB-Vorsitzenden Jochen Marquardt ein unsäglicher Zustand, den er in seiner Ansprache auf dem Arbeitnehmerempfang des Oberbürgermeisters zum Anlass nahm deutliche Kritik zu üben.„Aus den Erfahrungen der faschistischen Terrorherrschaft gilt es klare Positionen in der Gegenwart zu beziehen. Dazu gehören das Verbot der NPD und die Auseinandersetzung mit rechtsradikalem Gedankengut. Dazu zählt es aber auch Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit zu korrigieren. Die Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg ist ein schwarzer und schmutziger Fleck auf der Agenda einer Stadt, die bunt und vielfältig ist. Sie steht am 15.5.2013 auf der Tagesordnung des Rates der Stadt. Alle Parteien sind aufgerufen endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Einen solchen Ehrenbürger hat unsere Stadt nicht verdient.“

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