Großübung für die Feuerwehr Herdecke

Foto: Feuerwehr Herdecke
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Großalarm gestern für die Herdecker Feuerwehr am RWE-Koepchenwerk. Person in Notlage hieß das Alarmstichwort gegen 19:08 Uhr.
Das es sich um eine lang geplante und geheime Übung handelte, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand. Ein Mitarbeiter der RWE war im zehnten Untergeschoss in eine Notlage geraten. Durch einen Kabelbrand war ihm der Rettungsweg abgeschnitten. Über einen Notpiepser, den er stets am Mann trägt, konnte er noch auf sich aufmerksam machen und ein Notsignal auslösen. Der Alarm lief in einer zentralen Leitstelle der RWE an der Mosel ein. Diese gab den Notruf unverzüglich an die Leitstelle Schwelm weiter. Diese alarmierte die Feuerwehr Herdecke sowie einen Rettungswagen des DRK-Witten. Kurz darauf traf nach 6 Minuten der Löschzug mit Einsatzleiter Sascha Kay an der Einsatzstelle ein. Für Brandinspektor Sascha Kay war es heute seine erste Schicht als „Einsatzleiter vom Dienst“. Zielstrebig erkundete er mit seinen Einheitsführern die Lage. Auch weitere Mitarbeiter der RWE waren schnell vor Ort und konnten die Einsatzkräfte durch die vorhandene Ortskenntnis unterstützen.

In der Leitwarte konnte über einen „Voice Rekorder“ der genaue Aufenthaltsort des gefährdeten Mitarbeiters ausgemacht werden. Sofort ging ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung in das 10. Untergeschoss vor. Dies war für die vorgehenden Trupps eine enorme Kraftanstrengung. Aufzüge dürfen im Brandfall auf keinen Fall benutzt werden. Zwei weitere Trupps unterstützten die Rettung mit BG 4 Geräten. Dies sind spezielle Langzeitatemschutzgeräte. Ein weiteres Löschfahrzeug stellte die Wasserversorgung aus dem Hengsteysee sicher.

Im 10. Untergeschoss war derweil alles mit einer Nebelmaschine verraucht. Die Trupps konnten sich nur kriechend orientieren. Eine Wärmebildkamera wurde auch eingesetzt. Mit einem Rettungstuch wurde die Person aus dem tiefen Geschoss gerettet und dem bereit stehenden Rettungsdienst vom DRK übergeben. Danach wurde die Brandbekämpfung durchgeführt. Eine Rauchausbreitung auf den Treppenraum wurde durch einen mobilen Rauchverschluss verhindert.

Ein Planungsteam von RWE und Feuerwehr hatten die geheime Übung in den letzten Wochen intensiv ausgearbeitet. In einem siebenseitigen Konzept wurde genau definiert, was erprobt und geprüft werden soll. Diese Details müssen noch ausgewertet werden. Generell kann man ein positives Fazit ziehen: „Die Einsatzkonzepte für das Objekt haben gegriffen. Die Kommunikation zwischen RWE und den Einsatzkräften war gut und die Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr haben heute einen guten Job gemacht“, so Übungsleiter Christian Arndt. Wehrleiter Hans-Jörg Möller, der Kreis-Rotkreuzbeauftragte Dr. Sascha-Rolf Lüder sowie eine Delegation der Feuerwehr Wetter beobachteten die Übung vor Ort.

Regelmäßige Alarmübungen sind für die Feuerwehren vorgeschrieben. „Mit dem RWE-Koepchenwerk stehen wir seit Monaten in Sachen Brandschutz in sehr engem Kontakt. Allein das Erlangen der Ortskenntnis ist ein positiver Faktor der durchgeführten Übung“, so Christian Arndt, der das Objekt seitens der Feuerwehr betreut.

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