In 80 Städten gleichzeitig: Umfairteilen

1(TV58.de – Dietmar Laatsch) Die Mittelstraße in Hagen war heute Schauplatz für eine weitere Aktion des Bündnisses: „Aufstehen für Hagen – „Sozial gerechtes Hagen“. Hauptsächlich ging es darum, mit den Bürgern in der Stadt ins Gespräch zu kommen.
3Mit dem griffigen Slogan „umfairteilen – Reichtum besteuern“, war Hagen heute eine von weiteren 80 Städten bundesweit, in denen es auf unterschiedlichen Wegen um soziale Gerechtigkeit, gerechtes Steuersystem und die Zukunft der Kommunen ging. DGB-Chef Jochen Marquardt, der heute gleich auf mehreren Hochzeiten zu tanzen hatte, unterstrich noch einmal die Notwendigkeit die Krise wirksam zu bekämpfen. Ein gerechteres Steuersystem sei dafür erforderlich und dieser nur auf dem Wege eines Politikwechsels erreichbar. Am 1. Mai und in einer Großaktion vor den Bundestagswahlen werden die Gewerkschaften gemeinsam für einen neuen Weg zur sozialen Gerechtigkeit ringen.
Thomas Köhler machte auf die Folgen für die Beschäftigten der Kommune aufmerksam. Auch er will weiter engagiert für seine Stadt kämpfen, damit sie lebenswert bleibt. „Bund und Land stünden hier in Verantwortung“.
Dechant Dieter Osthaus, für die katholische Kirche und Pfarrer Johann-Christian Grote, für die evangelische Kirche sind seit Jahren dabei, wenn es um ein sozial gerechtes Hagen geht. „Es geht nicht um Schuldzuweisungen, aber darum das wichtige Aufgaben in Kultur und Bildung auch in Zukunft durchgeführt werden“, suchen sie den Ausgleich zu einem fairen Dialog.
Ruth Sauerwein, Vorsitzende des Seniorenbeirates, benannte die Schwierigkeiten, die sich für künftige Rentnergenerationen ergeben werden. Immer weniger Rente, ergibt zwangsweise auch weniger Möglichkeiten für ein würdevolles Leben im Alter.
Frank Steinwender, Direktkandidat für Bündnis90/Die Grünen unterstrich die Notwendigkeit von Änderungen. Er setzt sich für seine Stadt ein, damit auch in Zukunft die Infrastruktur noch vorhanden ist. Schulen, Schwimmbäder, Öffentlicher Nahverkehr. Auch seine Partei muss hier noch deutlich mehr tun, räumte er dabei ein. Dazu möchte er gern in Berlin beitragen.
2Es war bei nicht ganz so freundlichem Wetter eine gelungene Aktion, an der wieder viele aktiv mitarbeiteten. Am Rande waren gute Gespräche möglich und auch weitere Unterschriften für ein gerechteres Steuersystem konnten eingesammelt werden. Es war ein kleines, aber deutliches Ausrufezeichen das an diesem Tag in Hagen gesetzt werden konnte. Der Einsatz für eine lebendige Stadt muss allerdings weitergehen. Darin sind sich alle Akteure auch einig.

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