Lions verteilen 21.000,– Euro an besondere Projekte

lions(Dietmar Laatsch) Beim sehr aktiven Lions Club Hagen-Mark geht es immer um die Förderung von Kinder- und Jugendlichen. Auch in diesem Jahr kamen durch die Adventskalender-Aktion wieder stolze 21.000,– Euro fast zusammen, von den Lions großzügig aufgerundet. Jeweils 7.000,– Euro können so in wichtige Projekte der Kinder- und Jugendarbeit gehen. In diesem Jahr wurden die Emil-Schumacher-Grundschule, der Zirkus Quamboni und ein gemeinsames Musikprojekt der Karl-Halle-Gesellschaft in Verbindung mit der Max-Reger-Musikschule dafür ausgewählt. Das sich die Lions gründlich informieren in welche Projekte sie das von den Bürgern zusammen getragene Geld geben, unterstrich ihr Präsident Prof. Joachim Mittag. Was die Emil-Schumacher-Grundschule beispielsweise vorhat, dass testeten die Mitglieder des Lions Club vorher selbst aus. Die Leiterin der Schule, Marie-Luise Borchmann, erzählte dann auch von der Notwendigkeit ihres Projektes. 70% der Schüler kommen mit einem Migrationshintergrund. Wehringhausen ist dabei traditionell ohnehin Multi-Kulti. Auch der Namensgeber wirkte und wohnte ja dort in diesem sehr bunten Stadtteil und ließ sich inspirieren. Bei dem Projekt geht es darum, dass die Kinder sich und ihre Emotionen und die Wirkung auf andere Kinder kennen lernen. In diesem sehr interessanten Modellprojekt werden dann auch Geräte eingesetzt, mit denen die Kinder ihre Herz- und Pulsfrequenz in verschiedenen Situationen erfassen können und so sich selbst erfahren. Dieses Projekt ist auf eine breite Zusammenarbeit abgestimmt. Das Team Wehringhausen, also die Sozialarbeiter vor Ort, sind mit im Boot. Entwickelt hat diese Methode Dr. Krombholz von der Neurofit-Akademie. Es wird sicher sehr interessant für die Kinder auf diese Weise ihr Sozialverhalten zu trainieren.
Der Zirkus Quamboni ist ja über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Zirkusdirektor Carsten Reichelt und Frank Fischer, für die evangelische Jugend, freuten sich gemeinsam über die finanzielle Hilfe. Seit gut 25 Jahren gibt es diese besondere Arbeit im Rahmen der evangelischen Jugendarbeit schon. „Es begann“, so Frank Fischer, „mit einem Programm für daheimgebliebene Kinder- und Jugendliche, für die lange Ferienzeit“. Daraus hat sich inzwischen ein integratives Zirkusprojekt entwickelt, bei dem 25 Ehrenamtliche den Zirkusdirektor unterstützen. 44 Kinder- und Jugendliche aus allen sozialen Schichten sind aktiv dabei und proben schon sehr intensiv für das nächste große „Quamboni-Event“ das wieder in den Sommerferien, vielleicht das letzte Mal am Quambusch, präsentiert werden soll. Carsten Reichelt hat den Zirkus im Blut und kann sich darum sehr gut in die Lage seiner Zirkustruppe versetzen, wenn es dann anfängt zu kribbeln, das Lampenfieber steigt bevor es dann raus in die Manege geht. Akkrobatik, Seiltanz, Clownerie, Jonglage das sind die Säulen die den Zirkus ausmachen. Hier dürfen sich die Akteure ausprobieren, ihr Körpergefühl trainieren, ihre Talente und Fähigkeiten entdecken. 7.000,– Euro werden in neue Bauwagen investiert werden. Denn die machen das Feeling, wenn die Zirkusgemeinschaft dann ganz eng zusammen ist, miteinander wohnt und für den großen Auftritt trainiert. Vielleicht gastiert der Zirkus dann im Jubiläumsjahr erstmalig auf dem Elbersgelände. Dann in den neuen bunten Zirkuswagen.
Auch besondere Talente sollen und müssen gefördert werden, so Johann Dieckmann, der sich freute, die namhaften Schecks übergeben zu können. So geht die dritte Fördersumme dann an ein Gemeinschaftsprojekt der Karl-Halle-Gesellschaft und der Max-Reger-Musikschule. Die Idee wurde beim Klavierfestival 2010 in Hohenlimburg geboren. Besonders talentierten Nachwuchspianisten soll die Möglichkeit gegeben werden, sich einmal besonders zu präsentieren. Der Wettbewerb ist nicht nur auf Hagen begrenzt, sondern spricht bewusst auch Talente in ganz Deutschland an. Hier ist einiges an Logistik zu leisten, weiß Helmut Schröder von der Max-Reger-Musikschule einzuschätzen. Natürlich braucht es für einen solchen Wettbewerb auch eine namhafte Jury, dann sollen mit den 7.000,– Euro Unterkunft und ausgelobte Preise finanziert werden. Udo R. Schlaak von der Karl-Halle-Gesellschaft freut sich auf das Klavierfestival im Frühjahr 2014 schon sehr. Dabei soll der Sohn der Stadt, Karl Halle, einmal in den Vordergrund rücken. Er war ja ein sehr vielseitiger Künstler, Dirigent, Komponist. Auch Hohenlimburg wird hier als möglicher Austragungsort dabei sein. So wird dieses Festival der Auftakt für eine spezielle Förderung von Talenten, jedenfalls wünschen sich das die beiden Organisatoren. Der beste Weg wäre natürlich eine entsprechende Stiftung zu gründen.
Johann Dieckmann betonte noch einmal, es kann immer nur um einen Anschub von Projekten gehen. Die Arbeit der Lions und anderer Förderer wird in Hagen auch in Zukunft sehr wichtig bleiben und darum ist die nächste Aktion dann auch schon in der Vorbereitung.

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