Homos als Spaltpilze der Welt? (Kommentar)

(Dietmar Laatsch) Anscheinend gibt es keine wichtigere Frage als diese, ob Homos heiraten dürfen? Ob eine gleichgeschlechtliche Ehe also, eine ist. Dabei geht es auch immer um die grundsätzliche Akzeptanz dieser sexuellen Orientierung. In den USA will sich der Supreme Court damit beschäftigen, in Frankreich gärt es noch immer um diese Frage. Jüngst sind ein paar Tausend Leute dagegen auf die Straße gegangen. Die Katholische Kirche hat eine klare Auffassung dazu, die aber ebenso schwammig und blumig ist, wie die der Konservativen in der Regierung. Homos akzeptieren, tolerieren. Die können ja nichts dazu, ist die Meinung der Kirche. Man muss sie irgendwie annehmen. Aber sie dürfen auf keinen Fall ihre sündige Liebe ausleben. Die Kirche nimmt hier ihren Einfluss auf die Politik wahr. Es ist ihr nicht zu verdenken. Bei den Konservativen geht es im aufziehenden Wahlkampf eigentlich nur um Stimmen. Ich glaube nicht das die Kanzlerin ihr Herz an diese Frage hängt. Das zeigt dann auch gleich die ganze Verlogenheit dabei. Eigentlich wäre hier an dieser Stelle dann auch mal die Frage zu stellen: Woher kommen sie die Homos und Lesben? Die Antwort ist dann ganz einfach. Sie entstammen in aller Regel einer Ehe zwischen Mann und Frau. Warum ihre Kinder gleichgeschlechtlich orientiert sind, ist dabei nicht zu beantworten. Aber zurück zur Frage. Sollen Homos, Lesben heiraten dürfen? Setzt das die Ehe zwischen Mann und Frau außer Kraft? Nimmt das der Ehe, dem Ehebegriff seine Würde. Dann lassen wir mal Fakten sprechen. Rund 378.000 neue Ehen zwischen Mann und Frau, stehen insgesamt 23.000 eingetragene Partnerschaften gegenüber. Es sind ja mehr als 10 Millionen Ehen zwischen Mann und Frau in Deutschland registriert. Da fallen 23.000 nicht ins Gewicht. Kann von so einer Minderheit Gefahr ausgehen für die Lebensform Ehe? Es sieht danach nicht aus. Selbst wenn alle gut 80.000 gleichgeschlechtlichen Paare heiraten würden. Wird der Begriff Ehe damit aufgeweicht? Eine Ehe ist eine Lebensform, in der sich zwei Menschen füreinander einsetzen und sich gegenseitig versorgen wollen. Die Ehe selbst ist noch keine Familie. Denn es gibt ja auch sehr viele kinderlose Ehen, Frau Merkel weiß sicher, wovon ich spreche. Das aber wollen die gleichgeschlechtlichen Paare auch. Füreinander da sein, sich gegenseitig versorgen. Also erst mal kein Unterschied. Die Frage der Adoption ist dann wieder etwas schwieriger. Im Normalfall wollen gleichgeschlechtlich Liebende keine Kinder haben. Aber es gibt eben die Anzahl von Menschen, die erst spät ihre Neigung entdeckt haben, aus einer Ehe Kinder mitbringen, und dann sich auch um diese kümmern möchten. Hier sollten Möglichkeiten geschaffen werden. Es darf aber nicht schick sein, Kinder zu haben. Kinder bedeuten ein hohes Maß an Verantwortung und Opferbereitschaft. Die Ehescheidungen liegen aber dramatisch hoch. Das hat aber weniger mit der Homo-Ehe, als mit den Anforderungen an die jungen Paare zu tun. Der wirtschaftliche Druck, beide müssen arbeiten, um über die Runden zu kommen, Haushalt und Kinder müssen versorgt werden.  Bei den jungen Leuten sieht es ganz düster aus. Welche Perspektiven haben sie für ihr Leben? In dieser Perspektivlosigkeit lässt sich an eine Ehe nicht denken. Die Homoehe hat aber so gesehen darauf keinen Einfluss. Weder ist die Anzahl so hoch, dass von einer echten Gefährdung ausgegangen werden kann, noch ist sie Ursache für die sich verändernden Faktoren in der Gesamtgesellschaft. Es ist Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass die Ehe, wenn sie laut Grundgesetz ein geschütztes Gut darstellt, auch entsprechende Rahmenbedingungen hat. Eigentlich müsste es dabei eher um den Schutz der Familien gehen, denn hier wird für die Gesellschaft eine Menge vorgeleistet. Hier gäbe es eine Menge Arbeit.

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