„Man ist nicht weg…“

Feierlicher Führungswechsel bei der Feuerwehr Wetter (Ruhr)

DetlefFuge1(TV58.de/HL.) Mit einem großen und feierlichen Festakt wurde an diesem Freitag (15. März) der Führungswechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Wetter (Ruhr) vollzogen. Rund 220 Feuerwehrfrauen- und Männer waren an diesem Abend im Bürgersaal der schmucken Ruhr-Stadt versammelt um ihren bisherigen Wehrführer, Detlef Fuge, zu verabschieden und zugleich die Ernennung ihres neuen Feuerwehrchefs, Thomas Brandt, sowie seinem Stellvertreter, Ralf Tonetti, zu begleiten. Das alles in einem wirklich kameradschaftlichen und außerordentlich feierlichen Rahmen. Zugegen waren auch viele Vertreter der Politik und der anderen sogenannten Blaulicht-Organisationen. Mit zwei weinenden Augen würde er nun in die Ehrenabteilung der Wetteraner Feuerwehr wechseln, bekannte sich Delef Fuge, der auf 42 Jahre ehrenamtlichen Dienst für die Sicherheit der Stadt zurückblicken kann. Die zwei weinenden Augen interpretierte Fuge auf die Freudentränen. Nicht etwa, dass er sich nun freue, mehr Zeit für seine eigenen Freizeitaktivitäten und die Familie, insbesondere seiner Enkel zu haben. Vielmehr verläßt er sein verantwortungsvolles Amt mit einem guten Gefühl im Hinblick auf den Nachwuchs, dem er in seiner Amtszeit all das mitgegeben hat, was man diesen Menschen mitgeben kann, um beruhigt in den Ruhestand zu gehen. Um diese Bedeutung zu begreifen, muss man Detlef Fuge wohl kennengelernt haben, wie er äußerst gewissenhaft, die Augen immer und überall, seine Mannschaften geführt hat und neben seinem klaren Ton seine väterliche Fürsorge nie zu verbergen war. Warum auch? Detlef Fuge ist Mensch durch und durch und in den Gesprächen und Beobachtungen vom Freitag Abend bestätigte sich, dass das die ihm nachfolgenden Generationen geprägt hat. Er hat damit den Wetteraner Feuerwehreinheiten eine Seele verschafft, die in anderen, ähnlichen, Organisationen und Einheiten leider oft zu wünschen lässt. Aber nicht nur das. Die Liste, seiner Verdienste um die Feuerwehr und damit unweigerlich für die Stadt Wetter (Ruhr), die an diesem Abend Bürgermeister Frank Hasenberg und weitere Gäste aufzeigten, ist gewaltig. Dabei reichte die Liste der (interessanten und nicht langweiligen) Grußworte sogar bis nach Bremen-Vegesack. Mit der Feuerwehr der Hanseaten besteht seit vielen Jahren eine intensive Kameradschaft.

In der schon beschriebenen väterlichen Art und Weise richtete Fuge bei seinem Abschied aber auch mahnende Worte an die jüngeren Generationen. Die Kameradinnen und Kameraden sollten sich nicht „aus den Augen verlieren“. Sie sollten die technischen Errungenschaften wie Handy und E-Mail öfter vergessen und sich viel mehr im persönlichen Gespräch in die Augen sehen. „Dann seht ihr auch, wie groß ihr geworden seid“, konnte er sich eine schmunzelde Bemerkung nicht verkneifen. Aber auch klare Worte an die Politik hatte Fuge parat. Er mahnte insbesondere die immer größer und umfangreicher werdende Bürokratie an, die den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern das Leben immer schwerer mache.

Dass auf die neuen Wehrführer Thomas Brandt und Ralf Tonetti ebenfalls Verlass ist, daran besteht kein Zweifel. Haben sie doch jahrelang unter dem beispielhaften Denken und Handeln von Detlef Fuge mitgewirkt und selbst viele Erfahrungen sammeln können. Dennoch: Ihr Vorgänger hat die Messlatte sehr hoch gelegt.

Viele Geschenke gab es an diesem Abend für Detlef Fuge. Sie werden die Erinnerung in ihm immer wieder aufrecht erhalten. Idealismus kann man aber nicht mit materiellen Dingen wettmachen. Deshalb gab es für den scheidenden Wehrführer zwei ganz besondere Geschenke: Bereits im Vorfeld wurde Detlef Fuge auf Ratsbeschluss zum Ehrenwehrführer ernannt und der Abend wurde ihm zu Ehren (feierlicher und würdevoller kann es wohl kaum sein) mit einem Großen Zapfenstreich beendet. Ausgerichtet wurde der Zapfenstreich, der aufgrund des winterlichen Wetters leider in Bürgersaal stattfinden musste, durch den Jugendspielmannszug Wetter-Volmarstein und vom Musikzug der Feuerwehr Ennepetal, der an dem gesamten Abend den musikalischen Rahmen annähernd im Big Band-Sound schaffte.

Die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren im EN-Kreis scheint ebenso zu funktionieren, wie das kameradschaftliche Zusammenwirken der Wetteraner Blauröcke. Neben dem erwähnten musikalischen Rahmen übernahmen Kameradinnen und Kameraden von anderen Feuerwehren des EN-Kreises die Verpflegung und die Bewirtung – so, als sei es selbstverständlich.

Von einer Zukunft im „Ruhe“stand kann man bei Detlef Fuge nicht reden. Noch immer ist er einige Zeit in Lohn und Brot bei der Stadt Wetter (Ruhr) und auch einige Projekte außerhalb des Einsatzgeschehens der Feuerwehr brodeln in ihm, um sie zur Realität werden zu lassen. So z.B. die Brandschutzerziehung und die Schaffung einer Kinderfeuerwehr. Es gibt also noch viel zu tun und man kann sicher sein: Detlef Fuge fasst es an!

Video: Führungswechsel bei der Feuerwehr Wetter (klick!)

Mehr zu diesem Abend sehen sie in dieser Woche im Video-Bereich von TV58.de . Wir werden noch entsprechend darauf hinweisen.

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