Der Polizeibericht

(Foto: TV58.de)Wuppertal: Schüsse bei Protestaktion +++ 10:30 Uhr Lünen Mann bei Streitigkeiten lebensgefährlich verletzt +++ DO: Ladendetektiv geschlagen und bespuckt +++ HA: Räuberischer Diebstahl +++ Bundespolizei nimmt Mutter und Kindern in Gewahrsam +++ Witten: Räuber besprüht Spielhallenangestellte mir Reizgas +++ Versuchter Spendenbetrug +++ Verkersunfall mit leichtverletztem Schüler +++ Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr +++

Unfriedliche Protestaktionen gegen Rechten-Demo
Wuppertal – Die Partei „DIE RECHTE“ meldete für den heutigen
Sonntag (17.03.2013) eine Kundgebung in Wuppertal-Elberfeld an. Ein
durch die Fußgängerzone geplanter Aufzug unter dem Motto eines
„rechten Picobello-Tages“ sollte in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00
Uhr stattfinden. Bereits ab 14.00 Uhr versammelten sich im
Elberfelder Innenstadtbereich bis zu 300 Gegendemonstranten zum Thema
„Gegen Rechts – Kein Platz für Nazis in Wuppertal“. Ein
Veranstaltungsleiter vor Ort konnte jedoch trotz Bemühungen der
Polizei nicht gewonnen werden. Zwei Personen mussten im Vorfeld wegen
versuchter Körperverletzung und zur Durchsetzung eines Platzverweises
in Gewahrsam genommen werden. Gegen 15.40 Uhr startete der Aufzug der
Rechten mit etwa 30 Teilnehmern von der Straße Alte Freiheit über die
Kirchstraße Richtung Wall. Dabei kam es zu Störaktionen von
aggressiven und zum Teil vermummten Gegendemonstranten, die mehrfach
versuchten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und mit Flaschen,
Steinen und Silvesterböllern warfen. Die Polizei setzte bei den
Ausschreitungen Pfefferspray ein und nahm im Nachhinein einen
Steinewerfer fest. Eine unbeteiligte Passantin erlitt leichte
Verletzungen, als sie von einer von Gegendemonstranten umgestoßenen
Warnbake getroffen wurde. Der Aufzug der Rechten musste über die
Schloßbleiche zurück zur Straße Alte Freiheit umgeleitet werden, wo
die Veranstaltung gegen 16.50 Uhr endete. Im Anschluss zogen
vereinzelte Personengruppen durch das Wuppertaler Stadtgebiet. In
Elberfeld suchten gegen 18.20 Uhr etwa 30 aggressive und mit Stangen
bewaffnete Personen aus dem Kreis der Gegendemonstranten eine
Wohnanschrift von Angehörigen der rechten Szene auf. Die Polizei nahm
29 Personen (Angehörige aus dem linken Spektrum sowie Fans eines
türkischen Fußballvereins im Alter von 14 bis 34) wegen des Verdachts
der versuchten gefährlichen Körperverletzung und schweren
Landfriedensbruchs fest. Da Hinweise vorlagen, dass aus der
betroffenen Wohnung des 21-jährigen Rechten mit einer Schusswaffe am
Fenster hantiert und geschossen wurde, durchsuchten Polizisten das
Gebäude. Der 21-Jährige wurde vorläufig festgenommen. In seiner
Wohnung stellten die Beamten eine Schreckschusswaffe sicher. Ein
Strafverfahren wurde eingeleitet; die Ermittlungen dauern an.

Gegen 10:30 Uhr Lünen Mann bei Streitigkeiten
lebensgefährlich verletzt

Am heutigen Tag gegen 10.30 Uhr kam es in einer Wohnung in Lünen
zu einem Streit zwischen einer 19-jährigen und einer 32-jährigen
männlichen Person. Im Verlauf der Auseinandersetzung  wurde der
32-jährige Mann lebensgefährlich verletzt. Er wird stationär in einem
Krankenhaus behandelt.
Der 19-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem Ablauf der
Streitigkeit dauern an. Es wurde eine Mordkommission eingesetzt.
Zuständige Staatsanwältin der StA Dortmund ist Frau Cuntze, Tel.
926-26221

Ladendetektiv geschlagen und bespuckt – Bundespolizei
nimmt vermisste 16-Jährige in Gewahrsam
Dortmund – Bochum – Gestern Abend (16. März) soll eine
16-jährige aus Bochum in einem Drogeriemarkt im Hauptbahnhof
Dortmund, Waren im Wert von 24,85 Euro entwendet haben. Ein
Ladendetektiv der den Diebstahl beobachtet hatte, soll durch die
junge Frau geschlagen, bespuckt und beleidigt worden sein.
Bundespolizisten stellten bei einer Überprüfung fest, dass die
Bochumerin polizeilich gesucht wurde.
Gegen 19:50 Uhr soll die 16-Jährige in einem Drogeriemarkt mehrere
Pflegeartikel entwendet haben. Als die junge Frau den Kassenbereich
verlassen hatte, wurde sie durch einen 42-jährigen Ladendetektiv
angesprochen und aufgefordert ihn zurück in den Drogeriemarkt zu
begleiten.
Daraufhin soll die Bochumerin den 42-Jährigen erst beleidigt und
dann bespuckt haben. Anschließend soll sie dem Mann noch mit der Hand
ins Gesicht geschlagen haben. Sicherheitsdienstmitarbeiter wurden auf
das Treiben vor der Drogerie aufmerksam und hielten die 16-Jährige
bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.
Diese stellte bei einer Überprüfung der jungen Frau fest, dass sie
durch die Mutter, bei der Polizei Bochum, als Vermisst gemeldet
wurde. Die Beamten nahmen sie in Gewahrsam und informierten die
Erziehungsberechtigte. Nach Rücksprache mit dieser, wurde die
16-Jährige vorerst in eine Jugendschutzstelle der Stadt Dortmund
eingeliefert.
Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Körperverletzung
und räuberischen Diebstahls eingeleitet gegen die Bochumerin
eingeleitet.

HA: Räuberischer Diebstahl
Hagen – Am Samstag, um 18.30 Uhr, hielt sich
eine unbekannte männliche Person in den Räumlichkeiten der Fa.
Kaufpark, Eilper Str. 64 auf. Dort wurde sie durch den Zeugen dabei
beobachtet, wie sie mehrere Packungen der Marke „Jakobs Nescafe“ aus
der Auslage nahm und in seinem von ihm mitgeführten Rucksack
verstaute. Mit dem gefüllten Rucksack passierte der Täter den
Kassenbereich, ohne die zuvor eingepackte Ware ordnungsgemäß an der
Kasse zu bezahlen. Aufgrund dieser Tatvorgehensweise wurde der
unbekannte Täter durch den Zeugen im Ein-/ Ausgangsbereich angehalten
und auf den Diebstahl angesprochen. Der Beschuldigte schlug daraufhin
ohne ein Wort von sich zu geben mit dem in der Hand mitgeführten,
gefüllten Rucksack nach dem Filialeiter, um sich durch Flucht der
folgenden Maßnahme zu entziehen. Der Zeuge erfasste den Beschuldigten
am Ärmel und brachte ihn mittels einfacher körperlicher Gewalt zu
Boden. Während der Zeuge den Täter am Boden versuchte zu fixieren,
wurde er durch einen ihm namentlich nicht bekannten Kunden bei seiner
Ausführung daran gehindert. Der Beschuldigte konnte sich durch die
Hilfe des Kunden aus dem Griff des Zeugen befreien und flüchtete im
Laufschritt über den Parkplatz in Richtung Hasselstraße. Der Täter
flüchtete mit dem Diebesgut und konnte trotz sofortiger Verfolgung
durch den Filialleiter nicht mehr eingeholt werden.

Bundespolizei nimmt Mutter und Kindern in Gewahrsam
Dortmund – Gestern Abend (16. März) nahmen
Bundespolizisten eine 36-jährige Frau aus Münster und ihre beiden
1-Jahre und 6-Jahre alten Kinder in Gewahrsam. Die Frau war mit 2,64
Promille erheblich alkoholisiert. Auf der Wache soll die Frau
Bundespolizisten beleidigt und gezielt nach diesen getreten haben.
Eine Streife der Bundespolizei wurde im Hauptbahnhof Dortmund auf
die Frau und ihre beiden Kinder aufmerksam. Weil sie offensichtlich
angetrunken war, entschlossen sich die Bundespolizisten die
Münsteranerin zu kontrollieren. Während der Kontrolle bestätigte sich
der Verdacht der Beamten. Zum Schutz der minderjährigen Kinder und
der Frau, wurden alle Personen zur Wache am Hauptbahnhof gebracht.
Bereits auf dem Weg zur Wache beleidigte die Frau die Beamten und
setzte ihre Beleidigungen auch in der Wache fort.
Dort bestätigte ein Atemalkoholtest, dass sie erheblich
alkoholisiert war. Weil die Frau im weiteren Verlauf der
polizeilichen Maßnahmen sich immer agressiver verhielt und merhmals
versuchte die Wache zu verlassen, wurde sie in Gewahrsam genommen.
Jeder Versuch den Erziehungsberechtigten der beiden Kleinkinder zu
kontaktieren verlief Ergebnislos. Deswegen wurden die beiden Kinder
dem Pflegenotdienst des Jungendamtes Dortmund übergeben.
Gegen die 36-Jährige wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung
und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingleitete.

Witten: Räuber besprüht Spielhallenangestellte mir Reizgas
Witten – Am gestrigen Samstag, gegen 21:45 Uhr, stürmte
ein maskierter Räuber in die Spielhalle an der Dortmunder Straße 19
in Witten. Er begab sich direkt zum Kassentresen und bedrohte dort
die beiden Mitarbeiterinnen (beide 21) des Casinos mit einer
schwarzen Pistole. Dann forderte er mit den Worten, „Das ist ein
Überfall. Mach keine Faxen. Hol das Geld raus – sofort!“, die
Herausgabe des Kassenbestandes. Nachdem eine Spielhallenaufsicht ihm
das Geld aus der Kasse gegeben hatte, forderte der Täter mehr. Als
die 21-Jährige ihn nicht sofort verstand, sprühte er Reizgas auf die
beiden Mitarbeiterinnen. Anschließend flüchtete er zu Fuß bis zum
Parkplatz, der in der Nachbarschaft befindlichen McDonalds-Filiale.
Hier stieg er in den dunklen Kleinwagen älteren Baujahrs eines
Komplizen und fuhr davon. Beide Frauen wurden durch den
Reizgasangriff verletzt und mussten in einem nahegelegenen
Krankenhaus behandelt werden. Der Räuber soll Anfang 20 und von
schlanker Statur gewesen sein. Er habe auffallend dunkle Augen und
Brauen gehabt. Er trug eine beige Jacke mit Kapuze mit Fellbesatz und
war mit einem schwarzen Schal über Mund und Nase maskiert. Das
Bochumer Kriminalkommissariat 13 hat die Ermittlungen aufgenommen und
bittet unter der Rufnummer 0234/909-4131 (-4441 außerhalb der
Geschäftszeit) um Täter- und Zeugenhinweise.

Versuchter Spendenbetrug

Hagen: Am Freitag, um 14.05 Uhr, meldete
eine Zeugin, dass sich im Hausflur des Mehrfamilienhauses in
Altenhagen, Fraunhofer Str. zwei bulgarische Spendensammler aufhalten
würden. Beim Eintreffen der Polizeibeamten befanden sich die
Beschuldigten nicht mehr vor Ort, konnten jedoch in der
Frauenhoferstraße 8 bei einem 49-jährigen Geschädigten angetroffen
werden. Hier versuchten die Beschuldigten, 48 und 42 Jahre alt,
Spenden für eine Moschee in Bulgarien einzusammeln. Die beiden
Beschuldigten wurden zum Zwecke der Durchsuchung und zur Überprüfung
der Ausweispapiere der Polizeiwache Innenstadt zugeführt. Nach
Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit dem
zuständigen Fachkommissariat wurden die Beschuldigten entlassen. Eine
Anzeige wurde gefertigt.

Verkehrsunfall mit einem leichtverletzten Schüler

Hagen: Zur Unfallzeit befand sich eine größere Personengruppe auf dem
Gehweg der Haltestelle und wartete auf den Bus. Als der Bus die
Haltestelle anfuhr, stand der 15-jährige Geschädigte an der
Gehwegkante, da alle Schüler schnellstmöglich in den Bus einsteigen
wollten. Als sich der Bus mit der hinteren Tür in Höhe des
Geschädigten befand, wurde dieser von einer bislang unbekannten
Person von hinten gestoßen. Aufgrund dessen trat der 15-jährige auf
die Fahrbahn und geriet mit dem Fuß unter das Hinterrad des Busses.
Zur Behandlung wurde er durch den eingesetzten RTW einem Krankenhaus
zugeführt.

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

Am Samstag, um 01.45 Uhr, erwartete
ein 52-jähriger Taxifahrer die Polizei an der Einmündung
Schülinghauser Str./Spielbrinkstr. Er gab an, einen Fahrgast in
Richtung Schülinghauser Straße gefahren zu haben. Dort sei die Fahrt
durch ein Hindernis aufgehalten worden, welches er während der Fahrt
selbst nicht bemerkt habe. Er sei ausgestiegen und habe festgestellt,
dass eine Paketkordel im Einmündungsbereich Schülinghauser Straße /
Spielbrinkstraße quer über die Fahrbahn gespannt worden sei. Seinen
Angaben nach habe sich das Seil in einer Höhe befunden, dass ein
durchfahrender Kradfahrer im Brust- / Halsbereich getroffen worden
wäre. An seinem Fahrzeug sei kein Schaden entstanden. Die Schnur war
an einer Seite an einem Metallzaun, auf der anderen an einem
Verkehrszeichenmast, mit mehreren einfachen Knoten verknüpft gewesen.
Das an dem Zaun befindliche Ende war in einer Höhe von ca. 70 cm
angebracht. Eine Nahbereichsfahndung nach möglichen Tätern und
weiteren Eingriffen in den Straßenverkehr verlief negativ. Die Kordel
wurde sichergestellt. Es wird weiter ermittelt.

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