Tibet-Flagge weht wieder auf dem Hagener Rathaus

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Auf Veranlassung von Oberbürger­meister Jörg Dehm wird am kommenden Wochenende die tibetische Flagge auf dem Rathaus gehisst. Damit gedenkt die Stadt Hagen mittlerweile bereits zum 18. Mal des tibetischen Volks­auf­standes in Lhasa vor 54 Jahren und unter­stützt zugleich die Aktion „Eine Flagge für Tibet“, die als Zeichen des Protestes gilt gegen anhaltende Menschenrechtsverletzungen sowie gegen die Verweigerung des Rechts auf Selbstbestimmung für das tibetische Volk.

1949/50 wurde das bis dahin souveräne Tibet von der Volksrepublik China besetzt und 1951 annektiert. Die harten Unterdrückungsmaßnahmen der chinesi­schen Besatzer führten in der tibetischen Bevölkerung zu wachsendem Widerstand, der schließlich am 10. März 1959 in einem Aufstand in der Hauptstadt Lhasa seinen tragischen Höhepunkt fand. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben. Der Dalai Lama und Tausende seiner Landsleute flohen ins Exil.
Mit dem Hissen der tibetischen Flagge am kommenden Wochenende auf mehr als 1.200 Rathäusern allein in Deutschland soll zusammen mit der „Tibet Initiative Deutschland“ (TID) an die chinesische Führung appelliert werden, die Tibetfrage nicht totzu­schweigen. Verbunden ist dies zudem mit der klaren Aufforderung an die Adresse Pekings, seine Tibetpolitik ernsthaft zu überdenken.
Die Stadt Hagen zählte im Jahr 1996 zu jenen 21 deutschen Städten, die sich als erste an dieser Aktion beteiligten.

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