Plagiate – nicht nur bei Politikern

(HL.) Da bleibt einem schonmal der morgendliche Kaffee fast im Halse stecken, wenn man zum Tagesbeginn gerade im sogenannten WWW auf das schaut, was andere so (nach)machen. Nicht erst seit heute, bereits seit Jahren bereitet es so manchem redlichen Medienmacher graue Haare, wenn er immer wieder Ideen und Themen auf anderen Seiten wiederfindet, die seiner eigenen Kreativität entsprungen sind. Kein Wunder. Immer mehr Portale und Seiten sprießen ständig aus dem unerschöpflichen Internetboden. Das was andere seit vielen Jahren machen, muss da schnell nachgekupfert werden, mit der Hoffnung damit zu dem großen Reichtum zu gelangen. Die sogenannte „Medienvielfalt“, auch wenn man dies fachlich korrekt gesehen so gar nicht nennen kann und darf, wird immer größer. Was aber bei der wachsenden Vielfalt fehlt, sind qualifizierte Inhalte. Da fällt es wohl leicht, sich bei anderen zu bedienen, wenn es an den eigenen Ideen und dem eigenen Können fehlt. Dem aufmerksamen Betrachter fällt aber auf, wieviel Prozent geistigen Eigentums anderer da beigemischt wurde (ähnlich dem Pferdefleischanteil bei so manchem Rindfleischprodukt). Ärgerlich ist es für denjenigen, der seine eigenen und oft nicht unerheblichen Prozente an Idee bei anderen wiederfindet. Erfreulich ist es, dass es immer mehr Leser, Nutzer bzw. User gibt, denen dieser Schwindel auffällt und die die Spreu vom Weizen trennen können. Und sind wir doch einmal ehrlich: Wenn bei jemandem viel geklaut wird, dann muss er doch wohl eine richtig gute Arbeit machen. Sonst würde ja bei anderen geklaut.

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