Dieser Weg wird kein leichter sein…

(HL.) Nun steht sie also fest, die CDU-Bundestagswahl-Kandidatin für Hagen und den  südlichen EN-Kreis. Cemile Giousouf hat das Rennen gemacht.

Zuvor wurde sie noch von höheren CDU-Kreisen protegiert.

Jung ist sie, 34-jährig, mit (man mag es in der heutigen Zeit gar nicht unterstreichen) Zuwanderungshintergrund.

Warum man es man nicht unterstreichen sollte? Weil diese Bezeichnung wohl kaum noch in dieser heutige Zeit in dieses Landes passt. „Wir sind Deutschland“, da sollte man langsam einmal umdenken. Wie auch immer, ob damit aus Parteisicht werbewirksam oder unwirksam, hat sie sich durchgesetzt.

Interessiert gibt sie sich, hinterfragend, nicht anbiedernd. Jung und eben „frisch“ begegnete sie zumindest vor ihrer Nominierung den Menschen hier in Hagen.

Ihr Weg über die Gewinnung der Hagener Herzen und Stimmen und die wichtige
Wahl in diesem Jahr nach Berlin wird kein leichter sein. So langsam werden sich in der Region die Menschen fragen, warum wir unsere Vertreter in Kommune sowie Land- und Bundestag „importieren“ müssen.

Bedenken wir: Cemile Giousouf kommt aus Aachen. Sicherlich wird sie sich viel schnelle Mühe geben, diese Stadt und diese Region zu begreifen und die Bedürfnisse der Menschen hier zu verstehen. Auch ein Wohnsitzwechsel sei angedacht – war zu erfahren.

Dennoch werden sich viele Menschen fragen, warum wir hier in dieser Region
keine kompetenten und kreativen Menschen haben sollen, die unsere Interessen
in Berlin vertreten.

Natürlich haben wir sie. Andere Parteien haben sie auch. Die SPD z.B. mit René Röspel, der als (wie er sich immer wieder nennt) „heimischer Bundestagsabgeordneter“ seit vielen Jahren im Reichstag „regiert“ und dennoch (erstaunlicher Weise) sehr viel hier in Hagen anzutreffen ist, weil ihm (wie er sagt) die Menschen hier wichtig sind.

Es wird für Frau Giousouf kein leichter Weg sein, gegen einen solchen
„heimischen“ Gegner zu bestehen.

Wir als Wähler können diese Wahl aber (nicht nur) auf regionaler Ebene als Herausforderung sehen und haben einmal mehr die Chance des Hinterfragens. Denn nach dieser Achterbahn-Legislaturperiode dürften viele Menschen wacher geworden sein und ihre Stimme nicht von einem geschenkten Kugelschreiber, einer Rose oder einem Feuerzeug abhängig machen.

 

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