DGB-Hagen: Von wegen Vollbeschäftigung

Arbeitsmarktentwicklung bleibt hinter den Erfordernissen

 „Nun sind wir bereits froh, wenn es nicht noch schlechter kommt“, so kommentiert der DGB Ruhr-Mark die aktuellen Zahlen und Einschätzungen der Agentur für Arbeit. Während in den vergangenen Monaten vor allem die Politik stetig die Wegbeschreibung in die Vollbeschäftigung vornahm, zeigt sich das reale Bild in den Arbeitsmärkten der Region für den DGB ganz anders.

Für den Geschäftsführer Jochen Marquardt deuten die Zahlen auch in diesem Monat auf absurde Verklärungen hin. So stehen den auf über 16.000 gestiegenen Erwerbslosen in der Stadt Hagen ganze 1.170 offene Stellen gegenüber. Rein rechnerisch bedeutet dieses Verhältnis, dass auf jede einzelne gemeldete Stelle fast 14 Arbeitssuchende kommen.

Marquardt: „Bei dieser Berechnung ist die Qualität der Arbeitsstellen nicht berücksichtigt und somit völlig offen, ob die Beschäftigten jeweils davon ihr Leben vernünftig bestreiten können. Klar ist aber, es fehlen massiv Stellen.“

Für alarmierend hält der DGB die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in Hagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 14,5% oder 150 junge Menschen angestiegen.

Bedrückend empfindet Marquardt die Entwicklungen im Bereich des Arbeitslosengeldes II.

Es ist schon fast satirisch: Während alle möglichen Branchen ungeheure Anstrengungen unternehmen, um die Kundenbindung zu erhöhen, scheint dies bei den JobCentern gut zu gelingen. Leider ungewollt, weil die erforderlichen Arbeitsplätze für die Menschen fehlen.“

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