Fachkräftesicherung in der Gesundheitsbranche

Strategien zur Fachkräftesicherung in der Gesundheitsbranche hat das Projekt „Zukunft.Pflege“ bei seiner Kick Off-Veranstaltung heute in der agentur mark vorgestellt. Über 100 Teilnehmer informierten sich über erfolgreiche Praxisbeispiele und diskutierten über Möglichkeiten und Ziele in der Märkischen Region.
In seiner Einführung hob Jochen Schröder, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH, die wachsende Bedeutung der Gesundheitsbranche für die regionale Wirtschaft hervor: „Die Branche ist ein Beschäftigungsgewinner und ein echter Standortfaktor.“ Trotz der guten Zukunftsaussichten gäbe es aber bereits jetzt Personalengpässe. Gezielte Maßnahmen zur Fachkräftesicherung seien deshalb notwendig. Impulse hierfür gaben die Praxisbeispiele aus der Region Aachen. Heinz Lönneßen, Schulleiter der Krankenhaus Düren gem. GmbH, präsentierte in seinem Vortrag betriebliche Maßnahmen im Krankenhaus Düren. So gibt es einen Betriebskindergarten und Angebote zur Wiedereingliederung nach Krankheit oder Elternzeit oder zur Gesundheitsförderung. Ein Erfolgsmodell besonders für Frauen ist die Teilzeitausbildung. Lönneßen: “Die Frauen haben das Gefühl: hier mache ich was für mich. Sie sind hochmotiviert und stehen dem Pflegemarkt danach zur Verfügung.“
Arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten sind zentrale Anliegen der St. Gereon Seniorendienste gem. GmbH aus Hückelhoven-Brachelen, die bereits mehrfach als bester Arbeitgeber  ausgezeichnet wurde. Gerd Palm, stellvertretender Geschäftsführer: „Wir müssen die Menschen dafür begeistern, in unserem Arbeitsfeld zu arbeiten.“ Dafür sollten die Mitarbeiter Leben und Arbeit gut miteinander vereinbaren können. Dies sei aber nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern nur mit einer klaren Vorstellung davon zu erreichen, wie der Betrieb in einigen Jahren aussehen solle. In den anschließenden Foren zu den Themen Nachwuchsgewinnung, Fachkräftesicherung und Weiterbildung bzw. Nachqualifizierung konnten sich die Teilnehmer zu den genannten Themen austauschen. Ziel war es, den spezifischen Bedarf für die Fachkräftesicherung in der Märkischen Region herauszuarbeiten und entsprechende Maßnahmen gemeinsam zu planen.
„Zukunft.Pflege“ will die Gesundheitsbranche in den kommenden zwei Jahren dabei unterstützen, Nachwuchs zu gewinnen und Fachkräfte zu sichern. Das Angebot reicht dabei von Informationen und der Vermittlung von Förderangeboten bis Initiierung von Kooperationen. Eine gezielte Imagekampagne soll die Attraktivität von Pflegeberufen steigern. „Zukunft.Pflege“ ist ein gemeinsames Projekt der agentur mark GmbH und die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH im Zuge der Fachkräfteinitiative NRW.

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