Herdecke: Großeinsatz für die Feuerwehr

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Foto: Feuerwehr Herdecke Christian Arndt

Die Herdecker Feuerwehr war am Wochenende mit neun Einsätzen im stetigen Dauereinsatz: Größter Einsatz war am Sonntag ein Ölunfall auf der Umgehungsstraße (B 54). In den frühen Vormittagsstunden ereignete sich im Bereich der „Spaeter Kurve“ ein Verkehrsunfall. Hier traten offenbar Betriebsflüssigkeiten aus dem PKW aus. Gegen 11:41 Uhr wurde die Herdecker Feuerwehr von der Polizei alarmiert. Aufgrund der negativen Wetterlage hatte sich ein intensiver Ölfilm auf der gesamten Kreuzung und auf der angrenzenden Umgehungsstraße (B 54) ausgebreitet. Teilweise lief reines Öl und kontaminiertes Abwasser in die Kanalisation. Nach Eintreffen sperrte die Feuerwehr zunächst die Kreuzung. Danach wurden als erstes die Kanaleinläufe abgedichtet. So konnte ein weiteres Eindringen von Öl in die Kanalisation durch die Feuerwehr verhindert werden. „Es handelte sich hier nicht mehr um eine Ölspur, sondern um einen großen Umweltschutzeinsatz“, so ein Feuerwehrsprecher. Auch das Ordnungsamt sowie Mitarbeiter der Technischen Betriebe wurden zur Unterstützung der Wehr angefordert: „Zum Glück befinden sich unter der Umgehungsstraße Ölabscheider und Abwasserrückhaltebecken. So konnte kein kontaminiertes Abwasser in die weitere Kanalisation bzw. den angrenzenden Herdecker Bach eindringen“. Die Ölabscheider wurden am Montag abgepumpt bzw. gereinigt. Mit Bindemittel wurde zunächst versucht, das auf der Straße vorhandene Öl zu binden. Aufgrund des vorhandenen Schnees zeigte diese Maßnahme jedoch kaum Wirkung. So wurde in Abstimmung mit dem Ordnungsamt ein Spezialunternehmen angefordert. Dies erschien an der Einsatzstelle und reinigte mit einer Spezialmaschine stundenlang den verunreinigten Fahrbahnbelag der Umgehungsstraße. Weiterhin war ein Saugwagen vor Ort. Dieser pumpte kontaminierten Schneematsch und Abwasser aus der Abwasserrinne der Straße ab. Der Verkehr wurde währenddessen von der Polizei und der Feuerwehr umgeleitet. Die Umgehungsstraße war von Einsatzbeginn bis etwa 18:30 Uhr vollständig gesperrt. Nach Abschluss der Maßnahmen war die Straße gereinigt und wieder befahrbar. Trotzdem wurden vorsichtshalber Öl-Warnschilder zur Warnung des Verkehrs aufgestellt. Ein Löschzug war hier über Stunden im Einsatz.

Menschenrettung am Asternweg
Währenddessen mussten von der Wache weitere Blauröcke zu Paralleleinsätzen ausrücken: An der Ringstraße hatte sich um 12:15 Uhr ein weiterer PKW Fahrer die Ölwanne aufgerissen. Auch hier bestand Gefahr für die Umwelt. Mit Bindemittel konnte das Öl hier gebunden werden. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.
Person in Notlage hieß das Alarmstichwort um 15:15 Uhr. Im Waldgebiet am Asternweg war eine 62-jährige Frau gestürzt und hatte sich Verletzungen zugezogen. Der Rettungswagen kam aufgrund der Schneesituation mit dem Fahrzeug nicht zu der Patientin in den Wald. Das Rettungsdienstteam setzte den Weg zu Fuß fort und führte die Erstbehandlung im Wald durch. Die alarmierte Feuerwehr rettete die Frau mit einem Schleifkorb aus dem unwegsamen und verschneiten Waldgelände. Am Leharweg wurde die Patientin, außerhalb des Waldes, einem bereit stehenden Rettungswagen übergeben. Parallel dazu befreite die Besatzung eines anderen Löschfahrzeuges den festgefahrenen Rettungswagen. Einsatzdauer hier 45 Minuten.

Bereits am Samstag rückten die Blauröcke um 18:21 Uhr in die Straße „Am Südhang“ aus um dort eine Person aus dem Dachgeschoss zu retten. Bei Renovierungsarbeiten im engen Dachgeschoss verletzte sich ein 50-jähriger bei einem Leitersturz schwer. Der Rettungswagen aus Wetter sowie der Notarzt aus Witten führten die Erstversorgung durch. Nun galt es, aufgrund des vorhandenen Verletzungsmusters, den Patienten so schonend wie möglich aus dem Dachgeschoss zu retten. Dies wurde mit der Drehleiter der Feuerwehr durchgeführt. An der Drehleiter wurde eine Spezialhalterung für eine Krankentrage installiert. Für die Rettung musste die Drehleiter in der engen Straße zentimetergenau positioniert werden. Auch ein Dachfenster musste durch die Feuerwehr ausgebaut werden. Nach einer halben Stunde war die Rettung des Mannes erfolgreich durchgeführt. Mit einem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus transportiert.

In einer ehemaligen Gaststätte an der Hauptstraße musste Samstagnacht im Auftrag der Polizei (Amtshilfe) eine dauerhaft auslösende Alarmanlage „ausgeknipst“ werden. Weitere Einsätze, wie umgefallene Bäume im Rostesiepen und am Gerhard-Kienle-Weg, aber auch hilflose Personen hinter verschlossenen Wohnungstüren in der Berliner Straße sowie im Fliederweg arbeiteten die Blauröcke ebenfalls ab. Der Einsatzleiter vom Dienst Stefan Baska dankte am Ende des Wochenendes seiner Mannschaft für die geleistete, harte Arbeit. Viel haben die Blauröcke von ihrem Wochenende nicht gehabt.

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